Barrierefreies Bad klein: So gelingt der Umbau bei wenig Platz

Ein barrierefreies Bad – auf kleinem Raum unmöglich? Ganz im Gegenteil!
Gerade in kleinen Bädern lässt sich mit cleveren Lösungen erstaunlich viel erreichen. Eine bodengleiche Dusche, ein unterfahrbares Waschbecken oder platzsparende Haltegriffe – all das sorgt für mehr Komfort, Sicherheit und Selbstständigkeit, ohne dass Sie dabei wertvollen Platz verlieren.

Doch worauf kommt es wirklich an? Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Welche Kosten entstehen – und gibt es Förderungen, die Ihnen finanziell unter die Arme greifen? In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um Ihr kleines Bad optimal umzubauen. Wir zeigen Ihnen die besten Lösungen, geben Ihnen wertvolle Planungstipps und erklären, wann ein Fachbetrieb die bessere Wahl ist. Außerdem erfahren Sie, wie Sie sich staatliche Zuschüsse für Ihren Umbau sichern können.

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Kleines Badezimmer

Für Schnellleser – Die wichtigsten Punkte zum barrierefreien Umbau eines kleinen Badezimmers

  • Kleine Bäder barrierefrei umbauen ist möglich! Dabei sind platzsparenden Lösungen wie bodengleichen Duschen, unterfahrbaren Waschbecken und Schiebetüren die wichtigsten Elemente.

  • Sicherheit geht vor: Zusätzlich sind rutschfeste Bodenbeläge, Haltegriffe und Duschsitze für die Barrierefreiheit allgemein äußerst wichtig.

  • Eigeleistung oder Fachbetrieb? Kleine Maßnahmen wie Haltegriffe, Armaturen oder Verlegung von rutschfesten Böden sind ideal für Eigenleistungen, größere Arbeiten wie bodengleiche Duschen oder erhöhte Toiletten sollten von Fachbetrieben ausgeführt werden.

  • Förderungen nutzen: Zuschüsse gibt es auch für kleine Bäder – etwa von der KfW (Programm 455-B) oder der Pflegekasse (bis zu 4.180€ pro Person mit Pflegegrad).

So machen Sie Ihr kleines Bad barrierefrei – Die besten Maßnahmen

Ein kleines Bad behindertengerecht umzubauen, erfordert eine clevere Planung und durchdachte Lösungen, um den begrenzten Platz optimal zu nutzen. Jede Veränderung muss sowohl funktional als auch platzsparend sein, ohne dabei Sicherheit und Komfort zu vernachlässigen. In diesem Kapitel zeigen wir Ihnen die wichtigsten Umbaumaßnahmen, mit denen Sie auch auf kleinem Raum eine barrierefreie, sichere und komfortable Badgestaltung erreichen.

Ebenerdige Dusche statt Badewanne – Mehr Platz und Sicherheit

Eine ebenerdige Dusche ist die beste Lösung für ein barrierefreies Bad, besonders wenn der Platz begrenzt ist. Sie ersetzt die sperrige Badewanne und ermöglicht einen schwellenlosen Zugang, wodurch das Sturzrisiko deutlich reduziert wird.

Damit die Dusche wirklich barrierefrei ist, sollten folgende Punkte nach der DIN 18040-2 beachtet werden:

  • Mindestgröße: Mindestens 120 x 120 cm, für Rollstuhlnutzung idealerweise 150 x 150 cm.
  • Bodengleich & rutschfest: Die Dusche darf keine Schwellen haben und sollte mit rutschhemmenden Fliesen (mindestens R10) oder einer beschichteten Duschwanne ausgestattet sein.
  • Haltegriffe & Duschsitz: Stabile Haltegriffe (85 – 90 cm Höhe) sowie ein klappbarer Duschsitz erhöhen die Sicherheit und den Komfort.
  • Passender Wasserablauf: Eine Duschrinne oder ein Punktablauf mit leichtem Gefälle (max. 2 %) sorgt für eine optimale Wasserführung.
Bodenebene Dusche - © Altersgerecht Modernisieren
Bodenebene Dusche - © Altersgerecht Modernisieren

Klappbare Duschsitze: Kleine Helfer, große Wirkung

Bleiben wir noch bei der Dusche: Gerade für ältere Personen ist langes Stehen in der Dusche mit viel Kraftaufwand verbunden. Und eigentlich sollte das Duschen ja auch entspannend sein, oder? Hier hilft ein Duschsitz. So kann während dem Duschen entspannt gesessen werden. Besonders wenn die Knochen mal wieder zwicken, werden Sie diesen kleinen Luxus zu schätzen wissen.

Und gerade für kleine Bäder gibt es hier auch ideale Varianten mit klappbarer Funktion. So wird der Duschsitz einfach bei Nichtnutzung hochgeklappt und nimmt so keinen Platz weg.

Der Duschsitz sollte in einer Höhe von 45-50 cm vom Boden montiert werden, um bequemes Sitzen und Aufstehen zu ermöglichen. Achten Sie darauf, den Sitz zentral unter dem Duschkopf zu platzieren, sodass er leicht zugänglich und ergonomisch erreichbar ist

Einklappbarer Sitz für die Dusche - © Altersgerecht Modernisieren
Einklappbarer Sitz für die Dusche - © Altersgerecht Modernisieren

Unterfahrbares Waschbecken – Komfort und Flexibilität auf kleinem Raum

Ein unterfahrbares Waschbecken ist eine besonders sinnvolle Maßnahme für Menschen mit Behinderung oder einem Rollstuhl. Es bietet den Vorteil, dass der Benutzer bequem im Sitzen an das Waschbecken heranfahren kann, ohne durch einen Unterschrank oder eine niedrige Kante eingeschränkt zu werden.

Damit das Waschbecken behindertengerecht bzw. barrierefrei und funktional ist, sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Höhe: Das Waschbecken sollte auf einer Höhe von 80 bis 85 cm installiert werden, um sowohl für stehende als auch sitzende Nutzer komfortabel erreichbar zu sein.
  • Unterfahrbarkeit: Der Raum unter dem Waschbecken muss ausreichend groß sein – mindestens 65 cm hoch und 50 cm tief, damit ein Rollstuhl problemlos unterfahren werden kann.
  • Unterschrank vermeiden: Ein freistehendes Waschbecken ohne Unterschrank oder mit offenen Stützen sorgt für maximale Beinfreiheit.
  • Rutschfeste Oberfläche: Achten Sie darauf, dass der Boden um das Waschbecken herum rutschfest ist, um Stürze zu vermeiden.

Platzsparendes, erhöhtes WC – Mehr Komfort und Funktionalität

Der größte Vorteil bei einem erhöhten WC ist das einfachere Hinsetzen und Aufstehen. Dies ist gerade auch für ältere Personen äußerst wichtig.

Damit das WC wirklich barrierefrei und platzsparend ist, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Erhöhte Sitzhöhe: Ein erhöhtes WC (zwischen 46 und 48 cm Sitzhöhe) erleichtert das Aufstehen und Hinsetzen, besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Senioren.
  • Platzsparende Lösungen: Entscheiden Sie sich für ein hängendes WC, das keinen klassischen Sockel hat und somit den Raum darunter freigibt. Dies sorgt für eine einfachere Reinigung und spart Platz.
  • Stabile Haltegriffe: Installieren Sie Haltegriffe an beiden Seiten des WCs, um das Hinsetzen und Aufstehen zu unterstützen. Diese sollten 85 bis 90 cm über dem Boden platziert werden.
  • Wasserablauf und Verkleidung: Achten Sie darauf, dass der Wasseranschluss und die Rohre hinter der Wand versteckt werden, um mehr Platz im Raum zu schaffen und eine saubere Optik zu gewährleisten.

Rutschfester Bodenbelag für mehr Sicherheit

Ein rutschfester Bodenbelag mindert das Sturzrisiko und somit auch die Verletzungsgefahr. Gerade im Badezimmer, wo viel Feuchtigkeit vorherrscht, ist es mit unter am wichtigsten, dass die Bodenbeläge rutschfest sind.

Um den Bodenbelag richtig auszuwählen, sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Rutschhemmende Oberflächen: Der Bodenbelag sollte mindestens Rutschklasse R10 oder besser besitzen, um eine sichere Nutzung auch bei Nässe zu gewährleisten. Ideal sind rutschhemmende Fliesen, Vinylbeläge oder gummierte Oberflächen.
  • Boden für alle Bereiche: Verlegen Sie den rutschfesten Belag nicht nur in der Dusche, sondern auch im gesamten Badezimmer, um eine durchgehende Sicherheit zu gewährleisten. Besonders im Bereich vor dem Waschbecken, WC und der Dusche ist dies wichtig.
  • Sanfte Übergänge: Um Stolperfallen zu vermeiden, sollten Übergänge zwischen verschiedenen Bodenbelägen sanft und ohne scharfe Kanten ausgeführt werden. Bodenprofile und Übergangsleisten können hier helfen.
    Noch besser: Wenn es sich um ein kleines Badezimmer handelt, dann können die Bodenbeläge auch einheitlich im gesamten Raum gleich gestaltet werden.

Schiebetüren für weniger Blockaden

Gerade bei kleineren Badezimmern kann man mit der richtigen Wahl der Tür einiges an Platz wiedergutmachen. 

Auf diese Punkte sollten Sie dabei achten:

  • Schiebetür statt Schwenktür: In einem kleinen Badezimmer kann eine herkömmliche Schwenktür den Raum erheblich einengen. Stattdessen ist es besser, auf Schiebetüren oder Falttüren zurückzugreifen, die den Raum nicht zusätzlich blockieren. Diese Türen lassen sich seitlich öffnen und benötigen weniger Platz.
  • Türbreite: Achten Sie darauf, dass die Tür mindestens 90 cm breit ist, um ausreichend Platz für einen Rollstuhl oder Gehhilfen zu bieten. Eine breitere Tür gewährleistet auch, dass der Raum für alle Personen zugänglich bleibt.
  • Verzichten auf Schwellen: Eine schwellenlose Tür sorgt für einen barrierefreien Übergang und minimiert Stolperfallen. So kann jeder ungehindert in das Badezimmer eintreten.
  • Türöffner per Schalter: Zugegebenermaßen etwas besonders, aber machbar. Es gibt Möglichkeiten, die Tür über einen entsprechenden Schalter zu öffnen. So muss die Tür nicht manuell auf bzw. zur Seite gezogen werden. Das ist besonders für Personen im Rollstuhl oder mit speziellen Behinderungen von Vorteil. Allerdings kostet dieser Mechanismus auch entsprechend extra.

Haltegriffe und Stützklappgriffe an den richtigen Stellen

Die richtigen Haltegriffe und Stützklappgriffe sind unverzichtbar, um Ihr Badezimmer sicher und komfortabel zu gestalten. Sie bieten nicht nur Halt, sondern verhindern auch Stürze und ermöglichen mehr Selbstständigkeit – besonders bei alltäglichen Aufgaben wie dem Ein- und Aussteigen aus der Dusche oder dem Hinsetzen und Aufstehen vom WC. 

Damit die Griffe wirklich einen Unterschied machen, sollten Sie sie an den entscheidenden Stellen installieren:

  • Dusche: Hier hilft ein Haltegriff in Brusthöhe (ca. 85-90 cm), um sicher ein- und auszutreten. Besonders praktisch sind Winkelgriffe oder vertikale Haltegriffe an der Duschwand – sie geben zusätzlichen Halt und erleichtern den Zugang.
  • WC-Bereich: Die Haltegriffe im WC-Bereich sollten seitlich am WC angebracht werden und eine Höhe von etwa 85-90 cm vom Boden haben. Diese Höhe ist optimal, um Ihnen beim Hinsetzen und Aufstehen zu helfen. Wenn Sie eine klappbare Stützstange wählen, kann diese je nach Bedarf hochgeklappt werden, um zusätzlichen Platz zu schaffen – besonders in einem kleinen Badezimmer von Vorteil! 
  • Waschbeckenbereich: Wenn Sie ein Stützklappgriff an den Seiten des Waschbeckens anbringen, bietet das vor allem Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Rollstuhlfahrern zusätzlichen Halt und erleichtert die Nutzung.
Beispiel eines Haltegriffs in einer barrierefreien Dusche - © Altersgerecht Modernisieren
Beispiel eines Haltegriffs in einer barrierefreien Dusche - © Altersgerecht Modernisieren

Kostenübersicht: So viel kostet ein kleines, barrierefreies Bad

Die Kosten für einen barrierefreien Badumbau hängen stark vom Umfang der Maßnahmen ab. In einem kleinen Badezimmer sind platzsparende und funktionale Lösungen besonders wichtig. Hier einige Preisbeispiele für typische Umbaumaßnahmen:

Maßnahme Durchschnittliche Kosten
Komplettsanierung
Ab 10.000 €
Umbau Badewanne zur begehbaren Dusche
3.000 € – 8.000 €
Ausbau begehbare Dusche
Ab 5.000 €
Barrierefreies WC
Ab 1.500 €
Breite & barrierefreie (Schiebe-) Tür
Ab 500 €
Haltegriffe & Stützklappgriffe
Ca. 50 € pro Stück
Wandklappbarer Duschsitz
Ab 250 €

Förderungen für kleine, barrierefreie Bäder – diese Zuschüsse gibt es

Auch wenn Ihr Bad klein ist – die Förderung kann groß sein! Es gibt verschiedene staatliche Förderungen sowohl mit als auch ohne Pflegegrad. Gefördert werden sowohl Einzelmaßnahmen wie den Umbau einer barrierefreien Dusche, erhöhte Toiletten, rutschfeste Bodenbeläge, oder auch Komplettsanierungen.

Unterschieden wird zwischen Förderungen mit und ohne Pflegegrad.

Die höchste Förderung bekommen Sie mit einem Pflegegrad. Bis zu 4.180 Euro gibt es dann von der Pflegekasse. Die Beantragung läuft dann auch direkt über die Pflegekasse. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber “Badumbau Pflegekasse”. 

Wenn Sie über keinen Pflegegrad verfügen, dann sind die Förderungen der KfW interessant für Sie. Hier bekommen Sie einen zinsgünstigen Förderkredit von bis zu 50.000 Euro. Der Zinssatz ist dabei deutlich günstiger, als bei Ihrer Hausbank.

Wie Sie die Förderung beantragen und auf was die dabei achten müssen, erfahren Sie in unserem Artikel “Zuschuss Badsanierung ohne Pflegestufe”.

Eigenleistung vs. Fachbetrieb – wer sollte den Badumbau übernehmen?

Die Entscheidung zwischen Eigenleistung (DIY) und der Beauftragung eines Fachbetriebs beim barrierefreien Badumbau ist eine wichtige Weichenstellung. Hier erfahren Sie, welche Option sich für Ihr Projekt am besten eignet.

Kleines Bad selbst umbauen? Diese Arbeiten können Sie in Eigenleistung erledigen

Vorteile der Eigenleistung

  • Kosteneinsparung: Die größte Einsparung entfällt auf die Arbeitskosten, die bei einem Fachbetrieb anfallen würden. Bis zu 60 % der Gesamtkosten eines Umbaus entfallen auf den Arbeitslohn, was durch Eigenleistungen eingespart werden kann.

  • Flexibilität: Eigenleistungen ermöglichen es Ihnen, unabhängig von Terminen und Verfügbarkeiten von Handwerkern zu arbeiten. Dies kann besonders in kleinen Projekten oder bei Nachrüstungen vorteilhaft sein.

  • Persönliche Zufriedenheit und Stolz: Ein selbst umgebautes Bad sorgt für ein besonderes Gefühl der Zufriedenheit und Stolz. Sind wir nicht alle Stolz, wenn wir soetwas selbst geschafft haben? Das wirkt sich dann auch positiv auf unser Gemüt aus und macht uns zum wahren “Macher”.

Wann lohnt sich die Eigenleistung (DIY)?

Kleinere Maßnahmen lassen sich oft selbst umsetzen, insbesondere wenn Sie handwerklich begabt sind. Dazu gehören:

  • Montage von Haltegriffen oder Duschsitzen (sofern die Wand stabil genug ist)
  • Austausch von Armaturen für bessere Erreichbarkeit
  • Verlegen rutschfester Matten oder selbstklebender Bodenbeläge

Barrierefreier Badumbau vom Fachbetrieb: Wann lohnt sich die Profi-Lösung?

Vorteile eines Fachbetriebs

  • Gewährleistung auf ausgeführte Arbeiten
  • Expertise bei Planung und Umsetzung
  • Teilweise Kenntnis staatlicher Fördermöglichkeiten
  • Keine eigene schwere Arbeit notwendig

Wann ist ein Fachbetrieb die bessere Wahl?

Bei größeren Eingriffen ist ein Fachbetrieb meist unverzichtbar. Dazu gehören:

  • Installation einer bodengleichen Dusche 
  • Verlegen rutschfester Fliesen – fachgerechte Verlegung sorgt für Langlebigkeit
  • Anpassen von Türen und Wänden – besonders wichtig bei engen Räumen
  • Höhenverstellbare Waschbecken oder WC-Montage

Über unseren kostenlosen Service bekommen Sie einen Experten für den Badumbau an Ihre Seite.

Begriffsdefinitionen: Was bedeuten „altersgerecht“, „behindertengerecht“ und „barrierefrei“?

Häufig wird im Zusammenhang mit dem Badezimmer Umbau die Worte “altersgerecht”, “behindertengerecht” und “barrierefrei” verwendet. Doch was sind die Unterschiede?

Altersgerechtes Bad - Der Einstieg in den Badumbau

Ein altersgerechtes Bad antizipiert die sich verändernden Bedürfnisse im Laufe des Lebens:

  • Höhenverstellbare Sanitärobjekte für flexible Anpassung
  • Rutschfeste Bodenbeläge zur Sturzprävention
  • Verbesserte Beleuchtung und Farbkontraste für leichtere Orientierung
  • Einhebel-Armaturen für einfache Bedienung

Ziel ist es, Komfort und Sicherheit auch im fortschreitenden Alter zu gewährleisten, ohne dabei auf ein ansprechendes Design zu verzichten.

Behindertengerechtes Bad - Level 2 des Umbaus

Das behindertengerechte Bad geht einen Schritt weiter und fokussiert sich auf spezifische Anforderungen von Menschen mit körperlichen Einschränkungen:

  • Haltegriffe und Stützklappgriffe an strategischen Positionen
  • Ausreichend Bewegungsfläche, besonders für Rollstuhlnutzer (Wendekreis 150 cm)
  • Angepasste Sitzhöhen bei Toilette und Dusche (in der Regel 46-48 cm)
  • Unterfahrbare Waschbecken für Rollstuhlfahrer

Diese Anpassungen zielen darauf ab, die selbstständige Nutzung des Bades für Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen.

Barrierefreies Bad - hier wird an alles gedacht

Die Barrierefreiheit stellt das umfassendste Konzept dar und ist gesetzlich im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) verankert sowie durch die DIN-Norm 18040 spezifiziert:

  • Bodengleiche Dusche mit maximal 2 cm Absenkung
  • Durchgängig rutschfeste Bodenbeläge (mindestens R10)
  • Türbreiten von mindestens 90 cm für ungehinderten Zugang
  • Kontrastreiche Gestaltung für bessere Wahrnehmung
  • Berücksichtigung verschiedener Sinneskanäle (z.B. taktile Elemente)

Ein barrierefreies Bad zielt darauf ab, allen Menschen, unabhängig von Alter oder körperlichen Einschränkungen, eine uneingeschränkte und selbstständige Nutzung zu ermöglichen.

Wie groß muss eine behindertengerechte Dusche sein?

Das ist eine Frage, die sich viele beim Thema kleines barrierefreies Bad stellen. Schließlich muss die Dusche genug Platz für eine sichere Nutzung bieten, darf aber gleichzeitig nicht zu viel Raum einnehmen.

Die wichtigsten Maße auf einen Blick

  • 120 × 120 cm gelten als Standard für eine barrierefreie Dusche.
  • 150 × 150 cm sind ideal, wenn ein Rollstuhl genutzt wird.
  • 90 × 90 cm sind das absolute Minimum, wenn der Platz begrenzt ist.

Wichtig ist, dass die Dusche bodengleich ist, um Stolperkanten zu vermeiden. Haltegriffe und ein rutschfester Boden sorgen für zusätzliche Sicherheit. Auch ein klappbarer Duschsitz ist eine gute Lösung, um Platz zu sparen.

💡 Fazit: Selbst in kleinen Bädern lässt sich eine barrierefreie Dusche umsetzen – mit der richtigen Planung und cleveren Lösungen!

Ihre nächsten Schritte: So gelingt der barrierefreie Umbau auf kleinem Raum

Anleitung für den barrierefreien Badumbau auf kleinem Raum - © Altersgerecht Modernisieren
Anleitung für den barrierefreien Badumbau auf kleinem Raum - © Altersgerecht Modernisieren

Ein kleines Bad barrierefrei umzubauen, ist absolut machbar – mit den richtigen Maßnahmen und einer guten Planung. Ob ebenerdige Dusche, unterfahrbares Waschbecken oder rutschfester Boden – selbst auf begrenztem Raum lässt sich Sicherheit und Komfort optimal umsetzen.

Ihre nächsten Schritte:

  1. Anforderungen und Wünsche definieren
    Überlegen Sie genau, welche Maßnahmen für Ihr Bad sinnvoll sind. Was sind Ihre wichtigsten Bedürfnisse? Brauchen Sie eine ebenerdige Dusche, ein erhöhtes WC oder Haltegriffe für mehr Sicherheit? Je genauer Sie wissen, was Sie benötigen, desto besser können Sie den Umbau planen.

     

  2. DIY oder Fachbetrieb?
    Entscheiden Sie, ob Sie einige Arbeiten selbst übernehmen oder lieber einen Fachbetrieb beauftragen. Kleinere Anpassungen wie das Anbringen von Haltegriffen oder ein rutschfester Bodenbelag lassen sich oft selbst umsetzen. Für aufwendige Arbeiten wie eine bodengleiche Dusche oder ein neues WC ist ein erfahrener Fachbetrieb die bessere Wahl – besonders, wenn es um DIN-Vorgaben und Fördermöglichkeiten geht.

     

  3. Fördermöglichkeiten prüfen
    Barrierefreie Umbauten werden finanziell unterstützt! Pflegekassen, die KfW-Bank oder regionale Förderprogramme bieten Ihnen Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite bieten. Prüfen Sie, welche Möglichkeiten für Sie infrage kommen, und stellen Sie rechtzeitig einen Antrag.
    Unser Partner übernimmt übrigens kostenlos den Fördermittelantrag bei der Pflegekasse für Sie, wenn Sie die Umbaumaßnahmen darüber abschließen. Jetzt kostenlos Gespräch vereinbaren.

     

  4. Kostenvoranschläge einholen & vergleichen
    Holen Sie sich unverbindliche Angebote von Fachbetrieben. So können Sie Preise vergleichen und sich für den passenden Betrieb entscheiden.
    Jetzt kostenlos Angebote von Fachbetrieben einholen.

     

  5. Umbau starten
    Sobald Sie sich für eine Umsetzungsvariante entschieden haben, kann es losgehen! Genießen Sie den Komfort in Ihrem neuen barrierefreien Badezimmer.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu kleines Bad altersgerecht umbauen

Ja! Auch ein kleines Bad kann mit platzsparenden Lösungen wie einer ebenerdigen Dusche, einem unterfahrbaren Waschbecken und einem erhöhten WC barrierefrei gestaltet werden. Intelligente Türlösungen und Haltegriffe sorgen für mehr Bewegungsfreiheit und Sicherheit.

Idealerweise sollte die Dusche 120 × 120 cm groß sein. Für Rollstuhlfahrer sind 150 × 150 cm optimal. Entscheidend ist eine bodengleiche Gestaltung ohne Schwellen.

Für kleinere Maßnahmen wie Haltegriffe oder Duschsitze kann ein DIY-Umbau eine Option sein. Für größere Eingriffe wie eine bodengleiche Dusche oder Sanitärinstallationen ist ein Fachbetrieb empfehlenswert. So sind alle Vorschriften erfüllt und die Qualität gesichert.

Bildquellen:

  • Kleines Badezimmer (Titelbild) – Quelle: Pexel
  • Bodenebene Dusche – Quelle: Altersgerecht Modernisieren
  • Einklappbarer Sitz für die Dusche – Quelle: Altersgerecht Modernisieren
  • Beispiel eines Haltegriffs in einer barrierefreien Dusche – Quelle: Altersgerecht Modernisieren
  • Anleitung für den barrierefreien Badumbau auf kleinem Raum – Quelle: Altersgerecht Modernisieren
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