Fenster Förderung 2026: Zuschüsse für den Fenstertausch sichern

Zuletzt aktualisiert am 23. Februar 2026 von Patrick Herr
Älteres Ehepaar steht glücklich vor den neu ausgetauschten Fenstern im Wohnzimmer – ©Altersgerecht Modernisien

Ihr Haus ist abbezahlt, die Erinnerungen an viele Jahrzehnte stecken in den Wänden und Sie möchten genau hier Ihren Ruhestand in vollen Zügen genießen. Doch wenn der Wind im Winter spürbar durch die alten Rahmen zieht oder das Thema Einbruchschutz Ihnen ein ungutes Gefühl bereitet, wird schnell klar: Es ist Zeit, das eigene Zuhause zukunftsfest zu machen.

Neue, moderne Fenster sind dabei eine der besten Investitionen in Ihre Sicherheit, Ihre Unabhängigkeit und Ihren Geldbeutel. Das Problem: Ein kompletter Austausch geht schnell ins Geld. Zum Glück greift Ihnen der Staat mit attraktiven Fenster Förderung kräftig unter die Arme. Doch wer sich im Internet informiert, steht oft vor einem undurchsichtigen Dschungel aus Behördendeutsch, Antragsfristen und Abkürzungen wie „BAFA“, „KfW“ oder „U-Wert“. Die Angst, bei der Beantragung einen teuren Fehler zu machen, ist groß.

Atmen Sie auf, denn in diesem Ratgeber nehmen wir Sie an die Hand. Wir lassen das Fachchinesisch beiseite und lotsen Sie sicher durch den Förder-Dschungel. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Fenster tauschen, die Förderung optimal ausschöpfen und bares Geld sparen. Am Ende dieses Artikels wissen Sie exakt, welche Töpfe für Sie bereitstehen und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen müssen, um keinen Cent zu verschenken.

Lassen Sie uns gemeinsam Ihr Zuhause für die nächsten Jahrzehnte rüsten!

Das Wichtigste zur Fensterförderung zusammengefasst

  • Ihre 4 Förder-Wege: Sie haben die Wahl zwischen dem direkten BAFA-Zuschuss (Standard 15 %, mit iSFP sogar 20 %), zwei zinsgünstigen KfW-Krediten oder dem unbürokratischen Steuerbonus (20 % absetzen).
  • Steuerbonus schlägt oft BAFA: Wenn Sie „nur“ die Fenster tauschen und Gutverdiener sind, ist der Steuerbonus (20 %) für Sie oft lukrativer und einfacher als der BAFA-Zuschuss (15 % ohne iSFP).
  • Sicherheit über Energie fördern lassen: Sie möchten einbruchsichere Fenster? Beantragen Sie trotzdem die lukrativere Energieförderung! Moderne Sicherheitsfenster dämmen ohnehin exzellent, sodass die Sicherheits-Extras einfach mitgefördert werden.
  • Achtung, teure Antragsfalle: Bei BAFA und KfW gilt zwingend: Erst Energieberater einschalten und Antrag stellen, dann Zusage abwarten und erst danach den Handwerker beauftragen! Nur beim Steuerbonus dürfen Sie sofort loslegen.

Welche Fenster werden gefördert? Ein kurzer Überblick

Bevor wir uns ansehen, wie Sie an das Geld kommen, klären wir die wichtigste Grundfrage: Welche Fenster werden gefördert? Der Staat verschenkt sein Geld natürlich nicht völlig grundlos. Er verfolgt mit den Förderprogrammen zwei ganz konkrete Ziele, von denen Sie in Ihrem Zuhause direkt profitieren:

Ziel 1: Energie sparen (Wärmeschutz)

Alte und undichte Fenster sind oft die größten Energiefresser im Haus. Der Staat belohnt Sie großzügig, wenn Sie diese durch moderne, stark wärmedämmende Modelle (meist mit 3-fach-Verglasung) ersetzen. So senken Sie Ihre Heizkosten drastisch, haben es im Winter wohlig warm und schonen ganz nebenbei das Klima.

Ziel 2: Sicher und selbstbestimmt leben (Einbruchschutz & Barrierefreiheit)

Die Regierung möchte, dass Sie so lange wie möglich sicher und sorgenfrei in Ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Deshalb gibt es finanzielle Unterstützung für Umbauten, die Ihren Alltag erleichtern, beispielsweise, wenn Sie schwellenlose, bodentiefe Fenster nachrüsten möchten, um im Alter bequem auf die Terrasse zu gelangen. Ebenso gefördert werden einbruchhemmende Fenster, die Einbrechern keine Chance lassen (z. B. durch stabile Pilzkopfverriegelungen).

Also welche Fenster sind förderfähig? Alle Modelle, die diese beiden Anforderungen professionell erfüllen

Fenster tauschen: Die 4 Förderungen im Überblick

Neue Fenster in einem hochwertigen Wohnzimmer – ©Altersgerecht Modernisieren
Neue Fenster in einem hochwertigen Wohnzimmer – ©Altersgerecht Modernisieren

Sie wissen nun, dass Ihr Vorhaben unterstützt wird. Wenn Sie nun Ihre Fenster tauschen, teilt sich die Förderung in Deutschland im Wesentlichen auf drei verschiedene staatliche Stellen auf.

Betrachten Sie diese kurze Übersicht als Ihre persönliche Landkarte. Sie zeigt Ihnen, welche Optionen überhaupt auf dem Tisch liegen, bevor wir uns gleich jeden einzelnen Weg im Detail ansehen:

  1. Der BAFA-Zuschuss: Hier erhalten Sie nach dem erfolgreichen Einbau einen direkten Zuschuss auf Ihr Konto überwiesen. Diesen Betrag müssen Sie nicht zurückzahlen.
  2. Die KfW-Kredit: Hierbei handelt es sich um zwei zinsgünstigen Kredit. Diese sind ideal, wenn Sie Ihre Ersparnisse nicht antasten, sondern die neuen Fenster bequem in Raten abbezahlen möchten.
  3. Der Steuerbonus: Das ist der Weg über das Finanzamt. Er gilt als die unbürokratischste Lösung, da Sie einen festen Prozentsatz der Kosten einfach nachträglich in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen.

Jeder dieser Wege hat seine eigenen Spielregeln. Atmen Sie tief durch, wir gehen jetzt gemeinsam Schritt für Schritt durch diese drei Optionen. So finden wir exakt den Topf, der perfekt zu Ihrer Lebenssituation passt.

Der BAFA-Zuschuss - die bekannteste Förderung

Der Zuschuss des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) ist für die meisten Hausbesitzer der attraktivste Weg. Warum? Weil Sie hier am Ende bares Geld direkt auf Ihr Konto überwiesen bekommen, das Sie nicht zurückzahlen müssen.

Aktuell erstattet Ihnen das BAFA 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Dabei wird maximal ein Umbau mit Kosten von 30.000 Euro gefördert. In diesem Fall wäre die maximale Förderung bei 4.500 Euro.

Haben Sie vorab einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen, steigt dieser Zuschuss sogar auf 20 Prozent. Der maximal zu fördernde Beitrag steigt so auf 60.000 Euro. Folglich wäre mit einem iSFP die maximale Förderung bei 12.000 Euro.

Ein Energieberater ist Pflicht

Sie dürfen diesen Weg nicht alleine gehen. Der Staat verlangt zwingend, dass Sie einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten (Energieberater) einbinden. Dieser Experte prüft Ihr Vorhaben, bestätigt die Einhaltung aller Vorgaben und übernimmt oft sogar die Antragstellung für Sie. Das gibt Ihnen maximale Sicherheit.

Fenster U-Wert Förderung: Was das für Sie genau bedeutet

Wenn Sie sich mit Handwerkern oder Energieberatern unterhalten, fällt unweigerlich ein bestimmter Fachbegriff: der U-Wert. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken, das Prinzip ist ganz einfach.

Stellen Sie sich den U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) wie ein kleines Leck in einem Wassereimer vor. Je größer das Leck, desto mehr Wasser geht verloren. Auf Ihre Fenster bezogen bedeutet das: Je niedriger der U-Wert, desto weniger teure Heizungswärme entweicht nach draußen. Also sprich, je niedriger der U-Wert, desto weniger “Lecks” gibt es.

Damit Sie das Geld vom BAFA erhalten, verlangt der Staat exzellente, wärmedämmende Fenster. Konkret bedeutet das für die Fenster U-Wert Förderung: Das neue Fenster darf einen U-Wert von 0,95 W/(m²K) nicht überschreiten. Ein guter Fensterbauer oder Ihr Energieberater weiß das ganz genau und wählt automatisch die passenden Modelle. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Fenster mit einer modernen 3-fach-Verglasung. 

Achten Sie also darauf, dass der Fensterbauer im Angebot den U-Wert der Fenster angibt und bestätigt.

Ihr Fahrplan zur BAFA-Förderung: So gehen Sie vor

  1. Energieberater finden: Suchen Sie sich einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten. Er ist Ihr wichtigster Verbündeter.
  2. Angebote einholen: Holen Sie sich Angebote für den Fensteraustausch ein.
  3. Förderantrag stellen: Ihr Berater stellt gemeinsam mit Ihnen den Antrag beim BAFA. Wichtig: Sie dürfen zu diesem Zeitpunkt noch keinen Vertrag mit einem Fensterbauer unterschrieben haben!
  4. Zusage abwarten: Warten Sie auf den offiziellen Zuwendungsbescheid (die Zusage) vom BAFA.
  5. Handwerker beauftragen: Erst jetzt unterschreiben Sie den Vertrag und lassen die Fenster einbauen.
  6. Auszahlung erhalten: Nach dem Einbau reicht Ihr Energieberater die Rechnungen ein und das Geld wird auf Ihr Konto überwiesen.

Der KfW Ergänzungskredit zur BAFA Förderung

Nicht jeder möchte für neue Fenster seine hart ersparten Rücklagen auf einen Schlag aufbrauchen. Vielleicht möchten Sie Ihr finanzielles Polster für unerwartete Dinge im Alter sicher auf dem Konto liegen lassen. Genau für diese Situation hat der Staat die KfW-Förderung ins Leben gerufen.

Wenn Sie heute Ihre Fenster austauschen und den BAFA-Zuschuss nutzen, bietet Ihnen die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den sogenannten Ergänzungskredit (Programm 358) an. Das bedeutet: Sie bekommen den direkten Zuschuss vom BAFA geschenkt und finanzieren den restlichen Betrag, den Sie selbst tragen müssten, bequem über diesen speziellen staatlichen Förderkredit in Raten.

Die wichtigsten Fakten zu Summen und Zinsen auf einen Blick

  • Wie hoch ist die Kreditsumme? Sie können bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit beantragen. Diese Summe reicht selbst für den kompletten Austausch aller Fenster in einem großen Einfamilienhaus problemlos aus.
  • Ist das wirklich günstiger als bei meiner Hausbank? Ein klares Ja! Da der Bund diesen Kredit massiv subventioniert, liegen die Zinsen deutlich unter den normalen Konditionen für einen herkömmlichen Raten- oder Modernisierungskredit. Ein besonderer Bonus: Liegt Ihr zu versteuerndes Haushalts-Jahreseinkommen unter 90.000 Euro, schenkt Ihnen der Staat sogar noch einen zusätzlichen Zinsrabatt, der den Kredit extrem günstig macht.
  • Wo finde ich den aktuellen Zinssatz? Die tagesaktuellen Konditionen können Sie jederzeit völlig transparent direkt auf der Website der KfW unter dem Programm 358 einsehen.
  • Wie komme ich an das Geld? Den Kredit selbst schließen Sie interessanterweise nicht direkt bei der KfW ab, sondern ganz vertraut bei Ihrer eigenen Hausbank. Ihr Bankberater reicht den Antrag für Sie durch. Wichtig: Sie können diesen günstigen Kredit erst bei Ihrer Bank beantragen, nachdem Sie die offizielle Zusage für den BAFA-Zuschuss in den Händen halten.

So beantragen Sie Ihren günstigen KfW-Kredit

Da dieser Kredit an den BAFA-Zuschuss gekoppelt ist, ist der Ablauf etwas Besonderes:

  1. BAFA-Zusage einholen: Sie müssen zuerst den Antrag beim BAFA (siehe oben) stellen und die Zusage erhalten.
  2. Bankgespräch führen: Gehen Sie mit Ihrer BAFA-Zusage zu Ihrer Hausbank.
  3. Kreditvertrag unterschreiben: Die Bank prüft alles und schließt mit Ihnen den KfW-Kreditvertrag ab.
  4. Fenster einbauen lassen: Jetzt erfolgt der Einbau durch den Fachbetrieb.

Der KfW-Kredit ohne BAFA (Ihre Alternative für Sicherheit)

Grundsätzlich lautet unsere wichtigste Empfehlung immer: Versuchen Sie, den lukrativen BAFA-Zuschuss zu nutzen, da er das meiste Geld bringt. Doch wir wissen auch: In manchen Häusern ist das technisch schlichtweg nicht die beste Idee.

Warum der BAFA-Zuschuss manchmal ausscheidet

Das BAFA fordert für seinen Zuschuss extrem gut dämmende Fenster (in der Regel eine dicke 3-fach-Verglasung). Wenn die Fassade Ihres Hauses jedoch älter und ungedämmt ist, entsteht ein handfestes bauphysikalisches Problem. Das neue Fenster dichtet den Raum plötzlich so extrem ab und ist wärmer als die Wand daneben. Die Folge: Die Luftfeuchtigkeit schlägt sich an der kältesten Stelle im Raum nieder – nämlich an Ihren Wänden. Es entsteht Tauwasserbildung und im schlimmsten Fall Schimmel.

Ein seriöser Fensterbauer oder Energieberater wird Sie davor warnen und Ihnen in solch einem Fall zu solide dämmenden, zweifach verglasten Fenstern raten. Diese schützen Ihr Haus, lassen die Wände atmen, erreichen aber oft nicht die strengen Energiewerte für das BAFA.

Ihre Lösung: Der KfW-Kredit für Einbruchschutz und Barriereabbau

Gehen Sie in diesem Fall nicht leer aus! Wenn die Energie-Förderung wegfällt, greift Ihr Plan B: Sie können über die KfW einen speziellen, zinsgünstigen Kredit für sogenanntes „Altersgerechtes Umbauen“ beantragen.

In diesem Programm werden Sicherheitsfenster (mit speziellem Einbruchschutz wie RC2-Beschlägen) und barrierefreie Fenster (z.B. mit tiefer gesetzten Griffen, die Sie auch im Sitzen leicht erreichen) gefördert. So finanzieren Sie den Schutz Ihres Zuhauses zu exzellenten Konditionen, ohne ein bauliches Risiko einzugehen.

Die maximale Kredithöhe beträgt in diesem Programm 50.000 Euro.

Der Fahrplan ist dabei gleich wie beim oben genannten Ergänzungskredit, allerdings ohne den ersten Schritt mit der Zusage der BAFA Förderung.

Energetische Fenstersanierung von den Steuern absetzen

Ihnen graut es vor offiziellen Anträgen, Wartezeiten und Sie möchten sich die Kosten für einen Energieberater komplett sparen? Oder vielleicht haben Sie schon neue Fenster eingebaut und suchen nach Fördermöglichkeiten für danach? Dann ist der Steuerbonus (gemäß § 35c EStG) Ihre Rettung. Dies ist der unkomplizierteste Weg zu Ihrer Förderung.

Hierbei gehen Sie in Vorkasse und bezahlen den Fensterbauer zunächst komplett selbst. Im darauffolgenden Jahr machen Sie die Rechnung dann einfach in Ihrer Einkommensteuererklärung beim Finanzamt geltend.

Das springt für Sie dabei heraus

Der Staat reduziert Ihre tatsächliche Steuerschuld über drei Jahre hinweg um insgesamt 20 Prozent der Kosten (bis zu einer Maximalsumme von 40.000 Euro, was Ihnen bis zu 8.000 Euro Steuerersparnis bringt).

Die einfachen Spielregeln für den Steuerbonus

  • Kein Energieberater nötig: Sie beauftragen direkt einen Fachbetrieb.
  • Die Fachunternehmererklärung: Ihr Fensterbauer muss Ihnen auf einem offiziellen Formular bestätigen, dass die neuen Fenster die gesetzlichen Mindestanforderungen (den oben erwähnten guten U-Wert von 0,95 W/(m²K)) erfüllen.

So einfach ist der Ablauf beim Finanzamt

Im Gegensatz zum BAFA müssen Sie hier vorab nichts beantragen.

  1. Fensterbauer beauftragen: Sie wählen Ihren Fachbetrieb aus und lassen die neuen Fenster direkt einbauen. Achten Sie darauf, dass die Fenster die Mindestanforderungen (U-Wert) erfüllen.
  2. Bescheinigung anfordern: Lassen Sie sich vom Fensterbauer die offizielle „Fachunternehmererklärung“ ausstellen. Das ist ein einfaches Formular für das Finanzamt.
  3. Steuererklärung ausfüllen: Im nächsten Jahr tragen Sie die Kosten in Ihrer Einkommensteuererklärung ein. Das Finanzamt zieht Ihnen dann über drei Jahre verteilt insgesamt 20 % der Kosten direkt von Ihrer Steuerlast ab.

Entscheidungshilfe: BAFA-Zuschuss oder Steuerbonus – Was ist wirklich besser für Sie?

Viele Ratgeber drängen Sie fast automatisch in Richtung des BAFA-Zuschusses. Doch wenn man genau nachrechnet, gibt es eine überraschende Wahrheit: Für viele Hausbesitzer ist der Steuerbonus finanziell oft die bessere Wahl!

Lassen Sie uns vergleichen, welcher Weg für Ihre persönliche Situation der klügste ist.

Darstellung BAFA Förderung gegen Steuervorteil Fenstersanierung – ©Altersgerecht Modernisieren
Darstellung BAFA Förderung gegen Steuervorteil Fenstersanierung – ©Altersgerecht Modernisieren

Wann der Steuerbonus Ihr klarer Gewinner ist

  • Mehr Prozente: Der Steuerbonus bringt Ihnen feste 20 % Erstattung. Die reguläre BAFA-Förderung liegt aktuell nur bei 15 %, außer Sie haben einen iSFP, dann beträgt auch hier die Förderung 20 %.
  • Keine Beraterkosten: Beim Steuerbonus sparen Sie sich das Geld für den verpflichtenden Energieberater, der beim BAFA schnell einige Hundert Euro Eigenanteil verschlingt.
  • Kein Papierkram vorab: Sie können sofort mit dem Fensterbauer loslegen und müssen nicht wochenlang auf eine offizielle Zusage der Behörden warten.
  • Voraussetzung: Die wichtigste Voraussetzung von allen ist jedoch, dass Sie ausreichend Einkommensteuer zahlen, um den Bonus über drei Jahre hinweg überhaupt absetzen zu können. Sie sollten also Gutverdiener sein. Wenn Sie beispielsweise nächstes Jahr in Rente gehen und dann kaum noch Steuern zahlen, lohnt sich das nicht.

Wann der BAFA-Zuschuss trotzdem die bessere Wahl bleibt

  • Direktes Geld statt Steuerrabatt: Sie bekommen das Geld direkt und unabhängig von Ihrer Steuerlast überwiesen. Ideal für Personen, die das Geld der Förderung direkt benötigen.
  • Sie zahlen zu wenig Einkommensteuer: Wenn Sie wenig Einkommenssteuer zahlen (bspw. als Rentner), dann ist der direkte BAFA Zuschuss auch die bessere Variante.
  • Der iSFP-Joker: Wenn Sie ohnehin einen sogenannten „individuellen Sanierungsfahrplan“ (iSFP) für Ihr ganzes Haus haben erstellen lassen, belohnt das BAFA Sie mit zusätzlichen 5 % Bonus. Dann liegen Sie auch beim BAFA bei 20 % Förderung und können zudem höhere Gesamtkosten ansetzen. Mit einem iSFP liegt die maximale Förderung bei 12.000 Euro, wohingegen der maximale Steuervorteil bei 8.000 Euro liegt.

Unsere schnelle Vergleichstabelle: Finden Sie Ihren Weg

Damit Sie nicht lange rätseln müssen, haben wir die wichtigsten Kriterien für Sie gegenübergestellt:

Kriterium BAFA-Zuschuss Steuerbonus
Förderhöhe
15 % (max. 20 % mit iSFP)
20 % der Kosten
Maximaler Betrag
Bis zu 4.500 € (bis 12.000 € mit iSFP)
Bis zu 8.000 € Steuerersparnis
Auszahlung
Direkt aufs Konto (nach Einbau)
Über 3 Jahre (über die Steuererklärung)
Energieberaterpflicht
Ja, zwingend erforderlich!
Nein, Fachbetrieb reicht aus!
Antragszeitpunkt
Vor Vertragsabschluss mit Handwerker
Einfach im Folgejahr bei der Steuer
Für wen perfekt
Personen mit wenig Steuerlast (bspw. auch Rentner) und Personen, die eine Komplettsanierung machen und deshalb einen iSFP haben
Personen mit einem hohen Einkommen, die nur die Fenster

Profi-Tipp: Einbruchschutz mit Energieförderung zahlen

Misslungener Einbruchsversuch über einbruchhemmende Fenster - ©Altersgerecht Modernisieren
Misslungener Einbruchsversuch über einbruchhemmende Fenster - ©Altersgerecht Modernisieren

Egal für welchen der beiden Wege (BAFA oder Steuerbonus) Sie sich am Ende entscheiden, wir haben noch einen strategischen Ratschlag für Sie, der bares Geld wert ist.

Viele unserer Leser, genau wie Sie, möchten vor allem eines: Einbruchhemmende Fenster (RC2-Klasse), um Einbrechern keine Chance zu geben. Der logische Gedanke wäre nun, gezielt nach Förderungen für „Einbruchschutz“ zu suchen. Hierbei gibt es aber nur den zinsgünstigen Kredit für einen „altersgerechten Umbau”.

Deshalb lautet hier unser Tipp: Auch wenn Sie den Fenstertausch auf Grund von Sicherheitsschutz umsetzen sollten, so beantragen Sie die Förderungen für Energieeffizienz!

“Beantragen Sie auch beim Austausch für Sicherheitsfenster die Förderung für Energieeffizienz!”
Patrick Herr_Gründer von Altersgerecht Modernisieren
Patrick Herr
Gründer von Altersgerecht Modernisieren

Warum Sie auch bei Sicherheitsfenster die Förderung für energetische Sanierung beantragen sollten

Wenn Ihr Handwerker heute neue, wirklich einbruchhemmende Fenster bei Ihnen einbaut, nutzt er dafür ohnehin moderne, dicke Rahmen und meist eine 3-fach-Verglasung. Das bedeutet: Ihre neuen „Sicherheitsfenster“ erfüllen häufig die Energiespar-Werte (den U-Wert) des Staates! So schlagen Sie also zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie erhalten die hohe Energie-Förderung und der Staat bezahlt Ihnen die Sicherheits-Extras (wie Pilzkopfverriegelungen oder abschließbare Griffe) als sogenannte „Umfeldmaßnahmen“ einfach mit!

BAFA, KfW und Steuerbonus - Die richtige Kombination für Ihre Situation

Sie kennen nun alle Wege und deren Spielregeln. Doch welcher ist der richtige für Ihre ganz persönliche und finanzielle Situation? Finden Sie sich einfach in einem der folgenden vier Szenarien wieder – und Sie kennen Ihren optimalen Weg:

Vergleich von Förderoptionen für den Fenstertausch – ©Altersgerecht Modernisieren
Vergleich von Förderoptionen für den Fenstertausch – ©Altersgerecht Modernisieren

Szenario 1: Der Komplettsanierer (mit großem Plan)

  • Ihre Situation: Sie tauschen nicht nur ein paar Fenster, sondern planen umfassender (z.B. in Kombination mit einer neuen Heizung oder Dachdämmung). Sie haben dafür einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) von einem Energieberater erstellen lassen.
  • Ihre beste Wahl: Der BAFA-Zuschuss – bei Bedarf kombiniert mit dem KfW Ergänzungskredit.
  • Warum: Durch den iSFP-Bonus erhöht sich Ihr BAFA-Zuschuss von 15 % auf satte 20 %. Zudem steigt die Obergrenze der förderfähigen Kosten auf 60.000 Euro an. Hier holen Sie die absolute Maximalsumme an staatlichem Geld heraus.

Szenario 2: Nur Fenster tauschen & hohes Einkommen (ohne iSFP)

  • Ihre Situation: Sie möchten zügig nur die Fenster erneuern. Sie haben keinen großen Sanierungsfahrplan (iSFP) und zahlen als Gutverdiener relativ viel Einkommensteuer.
  • Ihre beste Wahl: Der Steuerbonus.
  • Warum: Da Sie keinen iSFP haben, bekämen Sie beim BAFA nur 15 % Zuschuss und müssten den Energieberater noch selbst bezahlen. Über die Steuer holen Sie sich unbürokratisch 20 % der Kosten zurück, können sofort mit dem Umbau starten und sparen sich die Beraterkosten.

Szenario 3: Nur Fenster tauschen, geringere Rente & Liquidität gesucht

  • Ihre Situation: Sie tauschen als Einzelmaßnahme die Fenster, zahlen aber (z.B. als Rentner) kaum noch Einkommensteuer. Ein Steuerbonus bringt Ihnen daher weniger. Gleichzeitig möchten Sie Ihre begrenzten Ersparnisse schonen.
  • Ihre beste Wahl: Der BAFA-Zuschuss plus KfW-Ergänzungskredit.
  • Warum: Das BAFA überweist Ihnen die 15 % Förderung (ohne iSFP). Den restlichen Betrag finanzieren Sie bequem und extrem zinsgünstig über die KfW, sodass Ihr Erspartes auf dem Konto bleibt.

Szenario 4: Die Fassade lässt keine starke Dämmung zu (Fokus: Sicherheit)

  • Ihre Situation: Ein Experte hat festgestellt, dass hochdämmende Fenster (für das BAFA) an Ihrer ungedämmten Fassade zu Schimmel führen würden. Sie möchten aber trotzdem neue, einbruchsichere Fenster einbauen.
  • Ihre beste Wahl: Der KfW-Kredit für Einbruchschutz / Barriereabbau.
  • Warum: Sie verzichten auf die extreme Wärmedämmung und schützen so die Bausubstanz Ihres Hauses. Für den Schutz vor Einbrechern (Sicherheitsfenster) erhalten Sie über dieses spezielle KfW-Programm dennoch hervorragende Finanzierungskonditionen, die normale Banken nicht bieten.

Kostenloser Angebotsvergleich: Sicher & stressfrei zum förderfähigen Fenster

Sie wissen nun, welche Förderung am besten zu Ihnen passt. Der nächste und wichtigste Schritt ist es nun, einen zuverlässigen Fachbetrieb in Ihrer Region zu finden, der die strengen Vorgaben (wie den U-Wert) für die Förderung auch wirklich erfüllt. Genau hier nehmen wir Ihnen die mühsame Suche ab.

So funktioniert der kostenlose Angebotsvergleich

Sparen Sie sich stundenlanges Telefonieren und die Sorge vor unzuverlässigen Handwerkern. Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben und erhalten Sie Kontakt und Angebote von bis zu 3 geprüfte Fachbetriebe aus Ihrer Nähe.

  • Zeitsparend & Bequem: Sie erhalten 3 maßgeschneiderte Angebote zum direkten Preis- und Leistungsvergleich.
  • 100 % Kostenlos & Unverbindlich: Sie gehen keinerlei Verpflichtung ein. Die Angebote dienen Ihnen als perfekte, sichere Grundlage für Ihren Förderantrag.
  • Geprüfte Qualität: Die Angebote kommen ausschließlich von geprüften und seriösen Fensterbauern.

Häufig gestellte Fragen zu Fenster Förderung (FAQ)

Sie erhalten je nach gewähltem Förderprogramm zwischen 15 % und 20 % der förderfähigen Gesamtkosten zurück. Beim BAFA-Zuschuss sind es regulär 15 % (max. 4.500 Euro), mit einem Sanierungsfahrplan (iSFP) sogar 20 % (max. 12.000 Euro). Alternativ können Sie über den Steuerbonus pauschal 20 % (max. 8.000 Euro) vom Finanzamt zurückerhalten.

Wenn Sie Ihre Fenster austauschen, stehen Ihnen drei Hauptwege zur Förderung zur Verfügung. Sie können den direkten BAFA-Zuschuss beantragen, zwei zinsgünstigen KfW-Kredit (als Ergänzung oder speziell für Einbruchschutz) nutzen oder die unbürokratische Steuerermäßigung (20 % der Kosten) über Ihre jährliche Einkommensteuererklärung wählen.

Die Basis-Förderung des BAFA für den Fenstertausch beträgt aktuell 15 % der förderfähigen Kosten, maximal 4.500 Euro. Haben Sie vorab einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen, erhöht sich der Fördersatz auf 20 % und maximal 12.000 Euro Förderung.

Ja, wenn Sie den staatlichen BAFA-Zuschuss oder den daran gekoppelten KfW-Kredit beantragen möchten, ist die Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten gesetzliche Pflicht. Einzige Ausnahme: Wenn Sie sich für den Steuerbonus (20 % über das Finanzamt) entscheiden, benötigen Sie keinen Energieberater; hier reicht die Bescheinigung Ihres Fensterbauers.

Ja, der Austausch lohnt sich finanziell und energetisch in den meisten Fällen. 20 Jahre alte Doppelverglasungen haben oft einen schlechten U-Wert und lassen viel teure Heizenergie entweichen. Moderne, geförderte Fenster isolieren deutlich besser, senken Ihre Heizkosten spürbar und erhöhen den Einbruchschutz massiv.

Nein, eine rückwirkende Beantragung beim BAFA ist ausgeschlossen. Sie müssen den Förderantrag zwingend vorher stellen und die offizielle Zusage abwarten, bevor Sie den Vertrag mit dem Fensterbauer unterschreiben. Wer diese Reihenfolge nicht einhält und zuerst beauftragt, verliert seinen kompletten Anspruch auf das staatliche Geld.

Nein, meistens nicht. Für die lukrative BAFA-Förderung erreichen 2-fach verglaste Fenster meist nicht den geforderten U-Wert (Wärmedämmung). Sie sind jedoch über den KfW-Kredit „Altersgerecht Umbauen“ voll förderfähig, wenn sie primär als einbruchhemmende Sicherheitsfenster (z. B. RC2) eingesetzt werden.

Bildquellen:

  • Älteres Ehepaar steht glücklich vor den neu ausgetauschten Fenstern im Wohnzimmer – ©Altersgerecht Modernisieren
  • Neue Fenster in einem hochwertigen Wohnzimmer – ©Altersgerecht Modernisieren
  • Darstellung BAFA Förderung gegen Steuervorteil Fenstersanierung – ©Altersgerecht Modernisieren
  • Misslungener Einbruchsversuch über einbruchhemmende Fenster – ©Altersgerecht Modernisieren
  • Vergleich von Förderoptionen für den Fenstertausch – ©Altersgerecht Modernisieren
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  • Darstellung von Sicherheitsglas zur Veranschaulichung der Wirkung – ©Altersgerecht Modernisieren
  • Abschließbarer Fenstergriff bei einem einbruchsicheren Fenster – ©Altersgerecht Modernisieren
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