Einbruchhemmende Fenster: Stoppen Sie 77 % der Einbruchsversuche mit der richtigen Technik

Zuletzt aktualisiert am 18. Februar 2026 von Patrick Herr
Misslungener Einbruchsversuch über einbruchhemmende Fenster - ©Altersgerecht Modernisieren

Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl: Sie schauen sich in Ihrem Zuhause um – dem Ort, an dem Sie so viele Jahre verbracht haben und in dem Sie auch Ihren Ruhestand genießen wollen – und fragen sich: „Ist das hier alles sicher genug für die Zukunft?“

Es ist ein Zeichen von Weitsicht, sich diese Frage jetzt zu stellen, solange Sie selbstständig handeln können. Denn Sicherheit ist die Basis dafür, auch in 10 oder 20 Jahren noch entspannt und angstfrei in den eigenen vier Wänden zu leben. Nichts bedroht diesen Frieden mehr als der Gedanke, dass Fremde eindringen könnten.

Doch wo fängt man an? Der Markt ist voll von Technik und Fachbegriffen, und die Sorge, unnötig Geld auszugeben oder an die falschen Handwerker zu geraten, ist groß. Lassen Sie uns deshalb zuerst auf die Fakten schauen, um Klarheit zu schaffen.

Die Kölner Studie 2017 der Polizei liefert eine Erkenntnis, die für Hausbesitzer wie Sie entscheidend ist: Die Gefahr lauert meist nicht an der Haustür. Bei Einfamilienhäusern erfolgen fast 50 % der Einbrüche über Fenstertüren (Terrasse/Balkon) und gut 27 % über normale Fenster. Das bedeutet: Drei von vier Einbrechern wählen den Weg durchs Glas oder den Rahmen.

Aber jetzt kommt die gute Nachricht: Einbruchschutz ist kein Glücksspiel, sondern planbar. Die Studie belegt schwarz auf weiß: In den Fällen, wo mechanische Sicherungstechnik verbaut war, gelang den Tätern der Einbruch nur in verschwindend geringen 1,05 % der Fälle.

Das heißt für Sie: Wenn Sie sich heute für einbruchhemmende Fenster entscheiden, sperren Sie die Einbruchsgefahr fast komplett aus. Sie kaufen sich damit nicht nur einbruchsichere Fenster, sondern die Garantie für ruhige Nächte.

In diesem Ratgeber agieren wir als Ihr Lotse und geben Ihnen eine klare Checkliste an die Hand. Damit Sie am Ende genau wissen, was Sie brauchen, um Ihr Zuhause für die Zukunft einbruchsicher zu machen. Und als abschließenden Bonus zeigen wir Ihnen, wie Sie dafür sogar noch eine staatliche Förderung bekommen.

Das Wichtigste zu einbruchsicheren Fenstern zusammengefasst

  • Die Polizei empfiehlt mindestens RC 2 mit P4A Sicherheitsglas
  • Für Erdgeschoss empfiehlt sich sogar RC 3 mit P6B Sicherheitsglas
  • Vorsicht Irrtum: Eine 3-fach-Verglasung isoliert zwar Wärme, hält aber keinen Einbrecher ab. Sicherheit entsteht nur durch Verbundsicherheitsglas (VSG).
  • Die 3 Pflicht-Komponenten: Ein sicheres Fenster besteht immer aus:
    • Pilzkopfzapfen im Rahmen (verkrallen sich und verhindern das Aufhebeln).
    • Mind. P4A-Sicherheitsglas (eine zähe Folie verhindert das Durchschlagen).
    • Abschließbarem Griff

Das Prinzip Einbruchschutz: Wie brechen Täter ein? Erkenntnisse der Kölner Studie

Bevor wir uns die technischen Klassen ansehen, ist es wichtig zu verstehen, was an Ihrem Fenster eigentlich passiert, wenn jemand versucht, einzubrechen. Viele haben hier falsche Vorstellungen – etwa den Einbrecher, der nachts laut klirrend die Scheibe einschlägt.

Das Ziel von einbruchhemmenden Fenstern ist simpel, aber effektiv: Zeit gewinnen.

Ein Einbrecher steht unter enormem Stress. Jede Sekunde erhöht sein Risiko, entdeckt zu werden. Wenn er auf Widerstand stößt, gibt er meist schnell auf. Ihr Fenster muss also kein unüberwindbarer Tresor sein – es muss nur „zäher“ sein als die Geduld des Täters.

Um uns effektiv zu schützen, müssen wir wissen, wo die Schwachstellen liegen. Die Kölner Studie der Polizei aus 2017 hat genau analysiert, wie Täter bei Fenstern und Fenstertüren vorgehen. Das Ergebnis räumt mit Mythen auf:

Der Klassiker: Das Aufhebeln (ca. 70 %)

Die absolute Mehrheit der Einbrecher setzt den Schraubendreher oder das Brecheisen am Rahmen an. Allein das Aufhebeln an der Öffnungsseite macht 47,39 % der Fälle aus. Dazu kommen Angriffe oben/unten (14,17 %) und an der Bandseite (8,19 %).

Was das für Sie bedeutet

Der Rahmen und die Beschläge (die Mechanik im Inneren) sind viel wichtiger als das Glas. Wenn hier keine speziellen „Pilzkopfzapfen“ (dazu gleich mehr) verbaut sind, ist das Fenster in wenigen Sekunden offen.

Der Irrtum: Glas einschlagen (nur knapp 9 %)

Viele fürchten den Steinwurf. Doch das komplette Zerstören der Scheibe zum Durchsteigen ist extrem selten (1,51 %), weil es Lärm verursacht und Verletzungsgefahr birgt. Viel häufiger (zusammen 7,09 %) schlagen oder schneiden Täter nur ein kleines Loch ins Glas, um hindurchzugreifen und den Griff zu entriegeln.

Was das für Sie bedeutet

Die meisten Leute glauben, dass der Einbruch über das Fensterglas geschieht. Das ist nicht richtig. Aber dennoch kann man mit einem sicheren Glas und einem abschließbaren Fenstergriff knapp 9 % der Einbrüche über Fenster aufhalten.

Die Einladung: Gekippte Fenster (ca. 9 %)

Ein gekipptes Fenster ist für Einbrecher wie eine offene Tür. In 9,17 % der Fälle nutzen Täter diese „Einladung“. Hier hilft keine Technik, sondern nur Achtsamkeit.

Was das für Sie bedeutet

Falls Sie vergesslich sind dann hilft entweder ein Sensor zur Erkennung der Kippfunktion oder Fenster mit Lüftungen, sodass nicht mehr selbst manuell gelüftet werden muss.

Zusammenfassung für die Planung von einbruchhemmenden Fenstern

Ein sicheres Fenster muss dem massiven Druck beim Hebeln standhalten. Das ist der wichtigste Punkt. Zusätzlich sorgen einbruchsichere Scheiben für zusätzlichen Schutz über das Glas. Und falls Sie vergesslich sind, lohnt sich ein Sensor zur Erkennung von gekippten Fenstern. Wenn Sie alle 3 Maßnahmen umsetzen, so haben Sie 88 % der gängigen Einbruchsvarianten über das Fenster abgedeckt.

"Betrachten wir die Statistik der Polizei Köln, so haben wir mit den oben genannten Maßnahmen 88 % der gängigen Einbruchsversuche abgedeckt. Das ist immens!"
Patrick Herr_Gründer von Altersgerecht Modernisieren
Patrick Herr
Gründer von Altersgerecht Modernisieren

Widerstandsklassen (RC) im Klartext: Die Basis Ihrer Entscheidung

Jetzt wissen wir aus der Kölner Studie: Der Einbrecher will in den meisten Fällen das Fenster aufhebeln. Um genau das zu verhindern, gibt es eine offizielle Währung für Sicherheit: Die Widerstandsklasse (englisch Resistance Class, kurz RC). Die Prüfung dieser Klassen erfolgt nach der strengen Norm DIN EN 1627.

Lassen Sie sich von den technischen Details nicht einschüchtern. Für Sie ist nur eine Frage entscheidend: „Wie lange hält mein Fenster stand?“

Die Polizei empfiehlt für Privathäuser grundsätzlich die Klasse RC 2 als Mindeststandard. Als Grundlage für die nachfolgenden Informationen dienen die Broschüren “Sicher wohnen” der Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, “Sicherungstechnik wirkt!” der Polizei Baden-Württemberg, sowie das “Merkblatt zum Kauf einbruchhemmende Fenster und Türen” der Polizei Berlin.

RC 1: Der „Grundschutz“ (Nur bedingt empfohlen)

Fenster dieser Klasse bieten einen gewissen Grundschutz gegen rohe körperliche Gewalt, wie etwa Gegentreten oder Gegenspringen.

⚠️ Das Problem

Sie bieten nur einen sehr geringen Schutz gegen den Einsatz von Hebelwerkzeugen. Da wir wissen, dass die meisten Täter hebeln, ist dieser Schutz oft unzureichend.

✅ Unsere Empfehlung

Da ca. 70 % der Täter hebeln, ist dieser Schutz für das Erdgeschoss nicht ausreichend. Verwenden Sie diese Klasse nur für Fenster in oberen Stockwerken, die absolut nicht ohne Leiter erreichbar sind.

"Auch ich habe eine höhere Widerstandsklasse gewählt, bei der die Scheiben – so groß, wie sie sind – selbst mit der spitzen Seite einer Axt nicht zerbrechen sollen!"
Uwe Herr Technik Experte bei Altersgerecht Modernisieren
Uwe Herr
Technik-affiner Modernisierer

RC 2: Der Polizei-Standard (Die solide Wahl)

Das ist die Klasse, zu der die polizeiliche Kriminalprävention rät. Ein Standardfenster hat Rollzapfen, die wie ein einfacher Riegel in eine Schiene gleiten. Ein kräftiger Ruck mit dem Schraubendreher genügt oft, um den Flügel aus dem Rahmen zu springen. Bei einem RC 2 Fenster sind stattdessen Pilzkopfzapfen verbaut. Diese haben einen breiten Kopf, der sich im geschlossenen Zustand fest in die Stahlschließstücke des Rahmens „verkrallt“. Diese sind über den gesamten Rahmen verteilt.

Ein RC 2-Fenster muss einem Gelegenheitstäter, der einfache Werkzeuge wie Schraubendreher, Zange und Keile benutzt, mindestens 3 Minuten standhalten.

Was das für Sie bedeutet

Täter stehen unter Zeitdruck. 3 Minuten sind hierfür eine gefühlte Ewigkeit. Deshalb wird dieser Schutz als Minimum von der Polizei empfohlen.

RC 3: Der Hochsicherheits-Standard (Für maximale Ruhe)

Wenn Sie ein besonders hohes Sicherheitsbedürfnis haben oder Ihr Haus sehr gefährdet liegt, ist RC 3 die nächste Stufe. Diese Fenster widerstehen zusätzlich dem Einsatz von Kuhfuß, Schlosserhammer, Splinttreiber und Handbohrern für mindestens 5 Minuten stand.

Dies wird zum einen dadurch erzielt, dass mehr Pilzköpfe im Rahmen verteilt sind, als bei der RC 2 Variante. Gleichzeitig sind Schließbleche und Rahmen zusätzlich verstärkt.

Unsere Empfehlung

Täter stehen unter Zeitdruck. 3 Minuten sind hierfür eine gefühlte Ewigkeit. Deshalb wird dieser Schutz als Minimum von der Polizei empfohlen.

Es gibt auch RC Klassen von 4 und mehr. Diese werden im privaten Bereich allerdings hauptsächlich nur noch für Villen verwendet.

Ihre Planungs-Übersicht: Wo welche Klasse sinnvoll ist

Basierend auf der Kölner Studie und den polizeilichen Empfehlungen (u.a. Polizei Berlin und BW) haben wir diese Strategie für Ihr Zuhause entwickelt. Sie hilft Ihnen, dort zu investieren, wo die Gefahr am größten ist:

Lage des Fensters Risiko laut Statistik Empfohlene Klasse (Polizei-Rat)
Parterre / Hochparterre
Extrem Hoch (45 %)
Mindestens RC 2, am besten sogar RC 3
1. Obergeschoss
Mittel (18 %)
RC 2
2. OG
Gering (ca. 11 %)
Mindestens RC 2, falls gespart werden muss, wäre hier unter Einschränkung auch RC 1 möglich.
Dachgeschoss
Sehr Gering (7 %)
Mindestens RC 2, falls gespart werden muss, wäre hier unter Einschränkung auch RC 1 möglich.

Sie suchen nach passenden Fachbetrieben für einbruchsichere Fenster? Über das nachfolgende Formular bekommen Sie bis zu 3 Angebote von Experten aus Ihrer Region und können so in Ruhe das für sich beste Angebot auswählen.

Einbruchsichere Scheiben: Der unsichtbare Schutzschild

Aus der polizeilichen Studie können wir entnehmen, dass knapp 9 % der Einbrecher den Weg über das Glas probieren. Das ist zwar deutlich weniger als über das Aufhebeln, aber immer noch beachtlich.

Für vollumfängliche Sicherheit benötigt man also auch einbruchsichere Scheiben.

Deshalb gehört zu jedem geprüften RC 2-Fenster zwingend eine Sicherheitsverglasung dazu, auch Verbundsicherheitsglas (VSG) genannt. Diese Gläser sind nach der Norm DIN EN 356 geprüft und werden in zwei verständliche Kategorien unterteilt:

Darstellung von Sicherheitsglas zur Veranschaulichung der Wirkung - ©Altersgerecht Modernisieren
Darstellung von Sicherheitsglas zur Veranschaulichung der Wirkung - ©Altersgerecht Modernisieren

Durchwurfhemmung (Der Schutz gegen „Rohe Gewalt“)

Gläser dieser Kategorie (P1A bis P5A) werden mit einer 4,1 kg schweren Stahlkugel getestet, die mehrfach aus verschiedenen Höhen auf die Scheibe fällt.

Je höher die Zahl (bspw. P5A), desto höher ist die Einschlagskraft, die ausgehalten werden muss.

Das Ziel: Das Glas darf splittern, aber die Kugel darf nicht hindurchfallen. Eine zähe Folie im Inneren hält die Scherben zusammen. Das verhindert, dass ein Täter im Vorbeigehen schnell ein Loch schlägt.

Durchbruchhemmung (Die „Festung“)

Ab der Klasse P6B wird der Test drastisch härter. Hier wird nicht mehr mit einer Kugel geprüft, sondern mit einer Axt.

Das Ziel: Die Scheibe muss einer Serie von wuchtigen Axtschlägen standhalten, ohne dass eine öffnungsfähige Lücke entsteht.

"Auch ich habe eine höhere Widerstandsklasse gewählt, bei der die Scheiben – so groß, wie sie bei bodentiefen Fenstern sind – selbst mit der spitzen Seite einer Axt nicht zerbrechen sollen!"
Uwe Herr Technik Experte bei Altersgerecht Modernisieren
Uwe Herr
Technik-affiner Modernisierer

Welche Klasse gehört zu welchem Fenster?

Die Polizei BW stellt in ihrer Broschüre eine klare Zuordnung auf. Damit Sie wissen, was Sie für Ihr Geld bekommen, hier die Übersicht:

Unsere Lesehilfe für Sie:

  • Für Ihr Standard- Sicherheitsfenster (RC 2) ist das Glas P4A der vorgeschriebene Standard. Es verhindert das schnelle Einschlagen.
  • Wenn Sie sich für RC 3 entscheiden, erhalten Sie mindestens P5A. Wenn Sie maximale Sicherheit wollen, können Sie hier oft auch das Axt-sichere P6B Glas wählen.

Wichtige Hinweise für Ihre Planung: Die „RC 2 N“ Falle

Es gibt eine Variante namens RC 2 N. Das „N“ steht für „Normalglas“.

Der Unterschied: Der Rahmen ist sicher (Pilzkopfzapfen), aber es ist kein Sicherheitsglas verbaut.

Unsere Empfehlung: In den oberen Stockwerken kann das eine kluge Spar-Option sein. In den unteren Stockwerken sollten Sie aber unbedingt mindestens RC 2 (mit mindestens P4A Glas nehmen. Besser noch RC 3 mit P6B Glas.

Sind 3-fach verglaste Fenster einbruchsicher?

Eine häufig gestellte Frage, die wir hier noch extra aufnehmen möchten. 3-fach verglaste Fenster bieten zwar einen erhöhten passiven Widerstand durch die Materialstärke, gelten jedoch ohne zusätzliche Sicherheitsmerkmale wie Verbundsicherheitsglas (VSG) und Pilzkopfverriegelungen nicht als zertifiziert einbruchhemmend.

Vergleich: Standard-Isolierglas vs. Sicherheitsfenster

Merkmal Merkmal Einbruchhemmend (RC 2 / RC 3)
Verglasung
Floatglas (zerbrechlich)
Verbundsicherheitsglas (VSG)
Verriegelung
Einfache Rollzapfen
Pilzkopfverriegelung (verzahnt)
Schutzwirkung
Gering (nur Verzögerung)
Zertifiziert (min. 3 Min. Widerstand)

Entscheidende Sicherheitsfaktoren

  • Glasbeschaffenheit: Standard-Dreifachglas lässt sich einschlagen; erst eine VSG-Außenscheibe mit reißfester Folie verhindert das Durchdringen.
  • Rahmenmechanik: Pilzkopfzapfen sind notwendig, um den Fensterflügel fest mit dem Rahmen zu verkrallen und das Aufhebeln zu verhindern.
  • Schwachstellen: Ohne RC-Zertifizierung (Resistance Class) bieten Rahmen und Beschläge oft keinen ausreichenden Schutz gegen Hebelwerkzeuge.

Der Fenstergriff: Kleines Bauteil, riesige Wirkung

Abschließbarer Fenstergriff bei einem einbruchsicheren Fenster - ©Altersgerecht Modernisieren

Das beste Sicherheitsglas nützt Ihnen wenig, wenn der Einbrecher eine Schwachstelle findet, die oft übersehen wird: Den Griff.

Ein häufiger Trick von Tätern ist das sogenannte „Glasstechen“: Sie bohren ein kleines Loch in die Dichtung oder schlagen ein kleines Loch in die Scheibe (was trotz Sicherheitsglas möglich sein kann), greifen hindurch und legen einfach den Hebel um. Das Fenster öffnet sich, ohne dass der Rahmen aufgehebelt werden muss.

Die Lösung: Der abschließbare Fenstergriff

Dieses Problem kann mit einer einfachen Lösung behoben werden: Dem abschließbaren Fenstergriff. Auch wenn der Einbrecher an den Hebel kommt, so kann er diesen nicht aufmachen. Einfach und effektiv. 

Doch ein abschließbarer Griff ist nur sicher, wenn man ihn richtig bedient. Gewöhnen Sie sich diese zwei einfachen Handgriffe an:

  • Schlüssel abziehen: Lassen Sie den Schlüssel niemals im Schloss stecken. Ein Täter, der durchs Glas greift, könnte ihn sonst einfach umdrehen.
  • Nicht am Fenster lagern: Legen Sie den Schlüssel nicht direkt auf das Fensterbrett. Bewahren Sie ihn an einem festen Ort im Zimmer auf, den Sie im Brandfall schnell erreichen, den ein Einbrecher von außen aber nicht sehen kann.

Ihr Geld-Vorteil: So zahlt der Staat bei Ihrer Sicherheit mit

Qualität hat ihren Preis – das wissen Sie. Aber wussten Sie auch, dass der Staat ein großes Interesse daran hat, dass Sie sicher und energiesparend wohnen?

Da Sie vorausschauend planen und Ihr Haus „zukunftsfest“ machen wollen, können Sie von zwei leistungsstarken Fördertöpfen profitieren. Das Schöne daran: Sie bekommen sowohl einen zinsgünstigen Kredit als auch bares Geld (einen Zuschuss).

Wichtig vorab: Bei beiden Förderungen müssen die Anträge VOR der Umsetzung gestellt werden.

Der Klassiker: KfW-Kredit Altersgerecht Umbauen (Kredit Nr. 159)

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert gezielt Maßnahmen, die Ihr Haus sicherer machen. Darunter zählt auch das Nachrüsten von einbruchhemmenden Fenstern.

Der Kredit “Altersgerechte Umbauen” kann bis zu einer Summe von 50.000 Euro aufgenommen werden und ist meist günstiger als anderweitige Kredite.

Der „Doppel-Vorteil“: Energie-Effizienz-Bonus (BEG)

Da Sie Ihre Fenster wahrscheinlich nicht nur gegen Einbrecher sichern, sondern gegen moderne, wärmegedämmte Fenster austauschen, greift oft noch eine weitere Förderung: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

  • Der Gedanke: Einbruchschutz und Wärmeschutz gehen Hand in Hand. Ein RC 2-Fenster hat meist eine 3-fach-Verglasung, die auch Ihre Heizkosten im Alter senkt.
  • Der Bonus: Wenn die neuen Fenster bestimmte Dämmwerte (U-Werte) erreichen, erhalten Sie einen Zuschuss von 15 % auf die gesamten Kosten (Material + Handwerker + Umfeldmaßnahmen).
  • Der Experte: Für diesen Bonus müssen Sie einen Energie-Effizienz-Experten (Energieberater) einbinden. Das klingt kompliziert, lohnt sich aber oft, da dieser auch noch einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen kann, der den Zuschuss auf 20 % erhöht.

Ihre Checkliste für den einbruchshemmenden Fensterkauf

Gehen Sie diese Punkte durch, bevor Sie sich entscheiden. Wenn Sie überall einen Haken setzen können, haben Sie alles richtig gemacht:

  • [ ] Die richtige Klasse wählen:
    • Erdgeschoss/Keller: 
      • Mindestanforderung: RC 2 mit P4A-Sicherheitsglas
      • Ideale Umsetzung: RC 3 mit P6B Glas
    • Obergeschoss: 
      • Hier reicht RC 2 mit P4A-Sicherheitsglas
  • [ ] Auf die Details achten:
    • Hat jedes Fenster (zumindest im Erdgeschoss) einen abschließbaren Griff?
  • [ ] Die Förderung sichern:
    • Habe ich die Anträge gestellt und eine Zusage erhalten? Erst dann kann ich mit der Umsetzung starten.

Einfach zum einbruchssicheren Fenster: kostenloser Angebotsvergleich

Sie haben jetzt den perfekten Plan: Sie wissen, dass Sie im Erdgeschoss RC 2 (oder noch besser RC 3) brauchen, dass Pilzkopfzapfen das A und O sind und dass Sie den KfW-Zuschuss nutzen wollen.

Doch jetzt stehen Sie vor der klassischen Hürde: Wer baut es ein? Die Suche nach guten Handwerkern ist oft mühsam. Man telefoniert Dutzende Firmen ab, landet auf Anrufbeantwortern oder hört: „Wir haben erst in 6 Monaten wieder Zeit.“

Machen Sie es sich einfach. Nutzen Sie den nachfolgenden kostenlosen Service. So wird Ihnen die aufwändige Recherche abgenommen und der Spieß wird umgedreht: Die Fachbetriebe bewerben sich bei Ihnen, nicht umgekehrt.

So funktioniert Ihr Sicherheits-Update

  • 1. Projekt starten

    Füllen Sie das kurze Online-Formular aus. Das dauert nur 3 Minute und ist für Sie komplett kostenlos.

  • 2. Telefonische Abklärung

    Unser Partner klärt nochmal die letzten Feinheiten mit Ihnen am Telefon.

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  • 4. In Ruhe entscheiden und sparen

    Sie erhalten bis zu 3 kostenlose und unverbindliche Angebote. Vergleichen Sie diese in aller Ruhe und wählen Sie die für Sie beste Lösung aus.

Ihre 3 Vorteile auf einen Blick

  • Zeit sparen: Sie müssen nicht herumtelefonieren. Es melden sich nur Fachbetriebe bei Ihnen, die auch wirklich freie Kapazitäten haben und Ihren Auftrag zeitnah ausführen können.
  • Geld sparen (Der Preisvergleich): Da Sie bis zu 3 Angebote erhalten, haben Sie den direkten Marktvergleich. Sie sehen sofort, welcher Preis fair ist.
  • Sicherheit (Geprüfte Qualität): Sie erhalten Angebote von Experten aus Ihrer Region. So können Sie sicher sein, dass die Montage fachgerecht erfolgt – die Grundvoraussetzung für Ihre Sicherheit und den KfW-Zuschuss.

Häufig gestellte Fragen zu einbruchsicheren Fenstern (FAQ)

Einbruchsichere Fenster sind zertifizierte Bauelemente, die durch geprüfte Widerstandsklassen (RC), Pilzkopfverriegelungen und Sicherheitsglas mechanischen Einbruchsversuchen widerstehen. Für Privathaushalte empfiehlt die Polizei mindestens die Klasse RC2. Noch besser ist RC3 mit P6B Glas.

  • Pilzkopfzapfen-Beschläge: Pilzförmige Stahlbolzen verzahnen sich rundum mit den Schließblechen im Rahmen und verhindern das Aushebeln (häufigste Einbruchsmethode).
  • Verbundsicherheitsglas (VSG): Eine reißfeste Folie zwischen den Scheiben (mindestens Klasse P4A) bindet Splitter und erschwert das Durchschlagen der Verglasung.
  • Abschließbare Fenstergriffe: Verhindern das Verschieben des Beschlags von außen und das Öffnen durch ein eingeschlagenes Loch im Glas.

Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes empfiehlt für Privathäuser klar die Widerstandsklasse RC 2. Diese Klasse bietet auch ein gutes Verhältnis aus Kosten und Nutzen. Sie beinhaltet zwingend:

  • Pilzkopfzapfen im Rahmen (gegen Aufhebeln).
  • P4A-Sicherheitsglas (gegen Durchwerfen).

Ja, sie sind absolut unverzichtbar. Viele Täter versuchen gar nicht, das ganze Fenster einzuschlagen (zu laut). Sie bohren oft nur ein kleines Loch in die Dichtung oder das Glas („Glasstechen“), führen einen Draht hindurch und legen den Hebel um. Ein abschließbarer Griff verhindert genau das. Selbst wenn der Täter den Griff erreicht, lässt er sich nicht drehen.

Ja, unbedingt. Da sie oft als Terrassenzugang dienen, sind sie das Einfallstor Nr. 1. Zudem ist hier Sicherheitsglas (VSG) oft ohnehin vorgeschrieben, um Verletzungen zu vermeiden. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber über bodentiefe Fenster nachrrüsten.

Bildquellen:

  • Misslungener Einbruchsversuch über einbruchhemmende Fenster – ©Altersgerecht Modernisieren
  • Darstellung von Sicherheitsglas zur Veranschaulichung der Wirkung – ©Altersgerecht Modernisieren
  • Abschließbarer Fenstergriff bei einem einbruchsicheren Fenster – ©Altersgerecht Modernisieren
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