Treppenlift im Mietshaus: Das müssen Sie dazu wissen
Ist ein Treppenlift im Mietshaus erlaubt? Hierzu gibt es ein klares JA! Doch Sie müssen auf einiges achten. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um den Einbau eines Treppenlifts im Mietshaus erfolgreich umzusetzen. Sie lernen, wie Sie die Zustimmung des Vermieters einholen, welche rechtlichen Grundlagen es gibt und wie Sie Fördermöglichkeiten und Kostenvorteile nutzen können.
Egal, ob Sie sich fragen, wie Sie den Antrag richtig stellen oder welche Bedenken der Vermieter möglicherweise äußern wird. Wir nehmen Sie an die Hand und helfen Ihnen Schritt für Schritt zu Ihrem Treppenlift im Mietsverhältnis zu kommen.
Inhaltsverzeichnis
- Gesetzliche Grundlage: Ihr Recht auf einen Treppenlift im Mietshaus
- Zustimmung des Vermieters ist für den Einbau eines Treppenlifts im Mietshaus notwendig
- Unter diesen Umständen darf der Vermieter den Einbau verbieten
- Treppenlift Kosten im Mietshaus: Mieter zahlt, doch mit diesen Tricks sparen Sie!
- Antrag auf Einbau eines Treppenlifts beim Vermieter – So geht’s richtig
- Der Vermieter hat den Antrag abgelehnt – Das sind Ihre nächsten Schritte
- Schritt-für-Schritt-Anleitung: Ihr Weg zum Treppenlift im Mietshaus
- Häufige Fragen zum Treppenlift im Mietshaus (FAQ)

Für Schnellleser – Das Wichtigste zum Einbau eines Treppenlifts im Mietshaus
- Zustimmung des Vermieters erforderlich – Ein Treppenlift stellt eine bauliche Veränderung dar und darf nur mit schriftlicher Zustimmung des Vermieters eingebaut werden.
- Medizinische Notwendigkeit – Wenn der Einbau des Treppenlifts aus gesundheitlichen Gründen erforderlich ist (z.B. aufgrund des Alters oder einer Einschränkung), können sich Mieter nach § 554a BGB auf ihr Recht auf Barrierefreiheit berufen.
- Kosten trägt der Mieter, aber der Vermieter kann sich beteiligen – Der Vermieter kann sich freiwillig an den Kosten beteiligen, bspw. weil der Wert der Immobilie dadurch steigt. Durch Fördermittel können die Kosten auch weiter gesenkt werden
- Vorgehen: Antrag beim Vermieter stellen (mit unserer Mustervorlage), bei Ablehnung juristische Hilfe suchen, mehrere Angebote einholen (über unseren kostenlosen Service) und schließlich den Einbau durchführen lassen.
Gesetzliche Grundlage: Ihr Recht auf einen Treppenlift im Mietshaus
Nach § 554a BGB haben Mieter grundsätzlich das Recht, ihre Wohnung barrierefrei umzubauen, wenn dies notwendig ist, um eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen. Das bedeutet, dass ein Treppenlift als eine bauliche Veränderung grundsätzlich erlaubt ist, wenn der Mieter aufgrund einer körperlichen Einschränkung oder Behinderung auf die Nutzung eines Treppenlifts angewiesen ist.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Damit der Mieter von diesem Recht Gebrauch machen kann, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden:
- Medizinische Notwendigkeit: Der Mieter muss nachweisen, dass er aufgrund einer körperlichen Behinderung oder eingeschränkter Mobilität auf den Treppenlift angewiesen ist. Ein ärztliches Gutachten ist hierfür hilfreich.
- Verhältnismäßigkeit & fehlende Alternativen: Die Umbaumaßnahmen müssen verhältnismäßig sein. Das bedeutet, dass der Mieter den Weg mit den wenigsten Eingriffen wählen muss, um das Ziel der Barrierefreiheit zu erreichen. Ein aufwendiger und teurer Einbau eines Treppenlifts ist möglicherweise nicht gerechtfertigt, wenn eine einfache Alternativen wie eine Rampe funktioniert. Eine Rampe wäre in unserem Beispiel allerdings nur eine Alternative für wenige Treppenstufen, wie es beispielsweise manchmal beim Hauseingang der Fall ist.
Zustimmung des Vermieters ist für den Einbau eines Treppenlifts im Mietshaus notwendig
Ein Treppenlift erleichtert den Alltag enorm, doch als Mieter können Sie ihn nicht einfach einbauen lassen. Der Vermieter muss zustimmen, da der Treppenlift eine bauliche Veränderung darstellt.
Die Gründe für die Notwendigkeit der Zustimmung des Vermieters
Ein Treppenlift wird fest montiert und greift in die Bausubstanz des Hauses ein. Dazu gehören:
- Befestigungen an der Treppe oder Wand
- Elektrische Anschlüsse für den Antrieb
- Mögliche Anpassungen an Stufen oder Geländern
Nach § 554a BGB haben Mieter zwar das Recht, ihre Wohnung barrierefrei zu gestalten, aber dies bedeutet nicht, dass sie bauliche Änderungen ohne Zustimmung des Vermieters vornehmen dürfen.
Diese Konsequenzen drohen bei einem Einbau ohne Genehmigung
Ein eigenmächtig installierter Treppenlift kann schwerwiegende Folgen haben:
⚠ Rückbaupflicht: Der Vermieter kann verlangen, dass der Lift wieder entfernt wird – auf Ihre Kosten.
⚠ Abmahnung oder Kündigung: In schweren Fällen kann eine unerlaubte bauliche Veränderung eine fristlose Kündigung nach sich ziehen.
Deshalb ist es wichtig, vorab eine schriftliche Vereinbarung mit dem Vermieter zu treffen, um rechtliche Streitigkeiten zu vermeiden.
Unter diesen Umständen darf der Vermieter den Einbau verbieten
Auch wenn Mieter ein Recht auf barrierefreie Anpassungen haben, gibt es Situationen, in denen der Vermieter den Einbau eines Treppenlifts rechtmäßig verweigern kann.
Unzumutbare Umbaumaßnahmen notwendig
Falls für den Einbau eines Treppenlifts umfangreiche Eingriffe in die Gebäudestruktur nötig sind – etwa das Versetzen von Wänden oder Treppen –, kann der Vermieter dies nach § 554a Abs. 1 BGB ablehnen, wenn die Maßnahmen unzumutbar sind. Das ist aber nur sehr selten der Fall.
Rückbau bei Auszug nicht möglich
Der Vermieter kann den Treppenlift untersagen, wenn dieser sich nicht ohne erheblichen Aufwand entfernen lässt oder dauerhafte Schäden hinterlässt. Nach § 546 BGB ist der Mieter verpflichtet, die Mietsache nach Ende des Mietverhältnisses im ursprünglichen Zustand zurückzugeben.
Eine fachgerechte und sorgfältige Demontage durch einen spezialisierten Betrieb kann hier jedoch die Chancen stark erhöhen, diesen Punkt außer Kraft zu setzen.
Alternative Lösungen sind zumutbar
Falls es andere zumutbare Möglichkeiten gibt, die Barrierefreiheit ohne bauliche Eingriffe zu verbessern, kann der Vermieter den Einbau ablehnen. Dazu gehören beispielsweise mobile Treppenlifte oder eine Rampe, sofern diese praktikabel sind.
Ein mobiler Treppenlift erfordert oft die Unterstützung einer zweiten Person für den Auf- und Abstieg. Dies führt zu einer Abhängigkeit und beeinträchtigt die Selbstständigkeit, wodurch die Barrierefreiheit nicht auf dem gleichen Niveau gewährleistet ist. In einem solchen Fall entfällt das Argument zugunsten der Alternative.
Eine Rampe hingegen kann bei wenigen Stufen, etwa im Eingangsbereich, eine sinnvolle Lösung sein. Hier könnte das Argument für eine Alternative greifen. Handelt es sich jedoch um eine längere Treppe oder mehrere Etagen, ist eine Rampe häufig nicht praktikabel oder technisch umsetzbar, sodass der Einbau eines Treppenlifts als notwendig angesehen werden kann.
Treppenlift Kosten im Mietshaus: Mieter zahlt, doch mit diesen Tricks sparen Sie!
Ein Kosten für einen Treppenlift liegen zwischen 3.500 und 15.000 Euro. Im Mietshaus ist es gesetzlich klar geregelt, wer die Kosten trägt und zwar Sie als Mieter. Das betrifft übrigens auch die Kosten für den Rückbau bei Auszug.
Jedoch gibt es Tricks, mit denen Sie die Kosten senken können. Wir helfen Ihnen dabei!
Vermieter überzeugen: Wertsteigerung als Argument nutzen
Viele Vermieter lehnen eine Kostenbeteiligung zunächst ab. Doch ein Treppenlift steigert den Wert der Immobilie – und das ist ein entscheidender Vorteil, den Sie bei Verhandlungen betonen sollten. Und woher kommt die Wertsteigerung:
- Demografischer Wandel: Die Nachfrage nach barrierefreien Immobilien wächst stetig. Vermieter, die in Barrierefreiheit investieren, sprechen eine größere Zielgruppe an – insbesondere ältere Mieter.
- Langfristige Attraktivität: Ein Treppenlift macht das Gebäude für eine breitere Altersgruppe nutzbar und kann helfen, langfristige Mietverhältnisse zu sichern.
- Steuerliche Vorteile: Vermieter können Umbaukosten steuerlich absetzen. Wer sich beteiligt, profitiert also auch finanziell. Weisen Sie Ihren Vermieter darauf hin!
Daher sprechen Sie Ihren Vermieter darauf an, ob er sich an den Kosten beteiligt. Dies ist für beide Seiten vorteilhaft – der Vermieter profitiert von einer Wertsteigerung der Immobilie, während Sie als Mieter Ihre finanzielle Belastung reduzieren können.
Im nachfolgenden sind nochmal die Vorteile grafisch dargestellt.

Förderungen durch die Pflegekasse nutzen - auch bei Mietobjekten möglich
Wenn Sie eine anerkannte Pflegestufe (Pflegegrad 1 bis 5) haben, können Sie bei der Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragen.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeberartikel “Treppenlift Krankenkasse”.
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Mehrere Angebote einholen und clever sparen
Die Preise für Treppenlifte variieren stark, selbst für das gleiche Modell. Ein Angebotsvergleich lohnt sich aus mehreren Gründen:
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Antrag auf Einbau eines Treppenlifts beim Vermieter – So geht’s richtig
Damit Ihr Vermieter den Treppenlift genehmigt, muss der Antrag klar, sachlich und überzeugend sein. In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie den Antrag richtig stellen, welche Argumente überzeugen und wie Sie Einwände des Vermieters entkräften. Zudem erhalten Sie ein Muster für Ihren Antrag.
So stellen Sie den perfekten Antrag für Ihren Treppenlift im Mietsverhältnis
Ein guter Antrag sollte klar, professionell und rechtlich fundiert sein. So erhöhen Sie die Chancen auf eine Zustimmung:
- Sachlich und freundlich formulieren – Ein höflicher Ton erleichtert die Verhandlung.
- Rechtliche Grundlage nennen – Verweisen Sie auf § 554a BGB (barrierefreier Umbau).
- Vorteile für den Vermieter betonen – Wertsteigerung und bessere Vermietbarkeit der Immobilie.
- Lösung für mögliche Bedenken anbieten – Rückbauzusage und Versicherungsschutz nennen.
- Schriftlich einreichen – Eindeutigkeit und Nachweisbarkeit sichern.
💡 Tipp: Fügen Sie im Idealfall eine ärztliche Bescheinigung bei, um die Notwendigkeit zu belegen.
Musterbrief: Antrag auf einen Treppenlift im Mietshaus
Nutzen Sie unseren Musterbrief, um Ihren Vermieter sachlich und überzeugend anzuschreiben. Einfach übernehmen, individuell anpassen und versenden – so stellen Sie sicher, dass Ihr Antrag alle wichtigen Punkte enthält und die Chancen auf eine Genehmigung steigen.
Häufige Bedenken des Vermieters – und wie Sie darauf reagieren
Ein Vermieter könnte dem Einbau eines Treppenlifts zunächst skeptisch gegenüberstehen. Sei es schriftlich oder im Gespräch – gut vorbereitet zu sein, hilft Ihnen, Bedenken schnell zu entkräften und eine Zustimmung zu erhalten.
Hier sind typische Einwände und passende Argumente, mit denen Sie überzeugen:
❌ „Der Umbau beschädigt die Immobilie!“
➡️ Lösung: Der Einbau erfolgt durch eine qualifizierte Fachfirma, die auf schonende Installationen spezialisiert ist. Zudem können Sie eine Rückbauzusage geben, um die Immobilie im ursprünglichen Zustand zu hinterlassen.
❌ „Meine Treppe ist zu schmal für einen Treppenlift!“
➡️ Lösung: Moderne Treppenlifte sind sehr platzsparend – einige Modelle benötigen gerade einmal 62 cm Breite. Zudem lassen sich viele Lifte einklappen, sodass die Treppe weiterhin problemlos nutzbar bleibt.
❌ „Ein Treppenlift bringt mir als Vermieter keinen Vorteil!“
➡️ Lösung: Ganz im Gegenteil – der demografische Wandel sorgt für eine steigende Nachfrage nach barrierefreien Wohnungen. Ein Treppenlift macht die Immobilie attraktiver für ältere oder mobilitätseingeschränkte Mieter und steigert so den Marktwert und die Vermietbarkeit.
❌ „Ich möchte mich nicht um Wartung und Reparaturen kümmern!“
➡️ Lösung: Sämtliche Wartungs- und Reparaturkosten tragen Sie als Mieter. Dies bedeutet keinen Mehraufwand für den Vermieter
❌ „Was passiert, wenn Sie ausziehen?“
➡️ Lösung: Sie verpflichten sich, den Treppenlift auf eigene Kosten rückstandslos entfernen zu lassen.
Der Vermieter hat den Antrag abgelehnt - Das sind Ihre nächsten Schritte
Es kann passieren, dass Ihr Vermieter den Antrag auf den Einbau eines Treppenlifts ablehnt, auch wenn er eigentlich rechtlich verpflichtet ist, diesen zu genehmigen. Wenn das passiert, sollten Sie wissen, wie Sie weiter vorgehen können und welche rechtlichen Schritte Sie einleiten können, um doch noch eine Zustimmung zu erzielen.
1. Gespräch suchen
Oft hilft ein persönliches Gespräch, um Missverständnisse auszuräumen und Bedenken zu zerstreuen. Vielleicht hat der Vermieter Sorge, dass der Lift die Wohnung beschädigt oder der Einbau teuer wird. Erklären Sie ihm, dass Sie alle Kosten übernehmen und der Einbau durch eine qualifizierte Fachfirma erfolgt. Gegebenenfalls können Sie auch die Rückbauzusage erneut anbieten.
2. Rechtliche Grundlagen nennen
Verweisen Sie erneut auf das Recht aus § 554a BGB, das es Ihnen als Mieter gestattet, Ihre Wohnung barrierefrei zu gestalten, wenn dies aus medizinischen Gründen erforderlich ist. Wenn der Vermieter trotzdem ablehnt, können Sie weitere Schritte einleiten.
3. Widerspruch einlegen und rechtliche Schritte einleiten
Wenn der Vermieter weiterhin ablehnt, können Sie den Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen. Dies bedeutet, dass Sie die rechtliche Auseinandersetzung suchen müssen. Hierbei können Sie auf gerichtliche Schritte zurückgreifen, um Ihre Rechte durchzusetzen.
Gerichte haben bereits mehrfach zugunsten von Mietern entschieden, wenn der Einbau eines Treppenlifts medizinisch notwendig war und die Ablehnung des Vermieters als ungerechtfertigt angesehen wurde.
Ein gutes Beispiel dazu ist das folgenden Urteil vom Bundesverfassungsgericht:
Fall: Ein Mieter in Berlin wollte einen Treppenlift einbauen, da seine querschnittsgelähmte Lebensgefährtin auf einen Rollstuhl angewiesen war. Der Vermieter verweigerte die Zustimmung.
Entscheidung: Das Bundesverfassungsgericht entschied zugunsten des Mieters, da das Eigentumsgrundrecht (Art. 14 Abs. 1 GG) und das Benachteiligungsverbot (Art. 3 Abs. 3 GG) verletzt wurden. Es wurde festgestellt, dass der barrierefreie Zugang zur Wohnung ein grundlegendes Recht darstellt.
Quelle: Bundesverfassungsgericht.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Ihr Weg zum Treppenlift im Mietshaus
Der Einbau eines Treppenlifts im Mietshaus erfordert mehrere Schritte, die Sie mit der richtigen Vorbereitung und rechtlichen Kenntnissen effizient umsetzen können. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft Ihnen dabei, die Genehmigung zu erhalten und den Einbau des Treppenlifts professionell durchzuführen.

1. Stellen Sie den schriftlichen Antrag
Laut § 554a BGB haben Mieter das Recht, ihre Wohnung barrierefrei umzugestalten, wenn dies notwendig ist, um eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen. Das gilt auch für den Einbau eines Treppenlifts. Beginnen Sie den Prozess mit einem schriftlichen Antrag an Ihren Vermieter. Achten Sie darauf, alle wichtigen Informationen zu Ihrem Anliegen klar und professionell zu formulieren. Stellen Sie sicher, dass Sie den medizinischen Bedarf für den Treppenlift nachweisen, z.B. durch ein ärztliches Attest.
Nutzen Sie für den Antrag gerne unseren Musterbrief.
2. Bei Absage: Juristische Hilfe holen und ggf. einklagen
Falls der Vermieter den Antrag ablehnt, können Sie rechtliche Schritte in Erwägung ziehen. Gerichte haben in der Vergangenheit in vielen Fällen zugunsten von Mietern entschieden, wenn der Einbau eines Treppenlifts aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit erforderlich war. In einem solchen Fall sollten Sie eine juristische Beratung in Anspruch nehmen und gegebenenfalls eine Klage einreichen, um Ihr Recht auf den Einbau des Treppenlifts durchzusetzen.
3. Bei Zusage: Kostenübernahme klären
Wenn der Vermieter dem Antrag zustimmt, müssen Sie als Nächstes die Kostenübernahme klären. Grundsätzlich trägt der Mieter die Kosten für den Einbau eines Treppenlifts, aber es gibt Möglichkeiten der Beteiligung des Vermieters, vor allem wenn der Treppenlift den Wert der Immobilie steigert. Wenn Sie über einen Pflegegrad verfügen, können Sie auch eine Förderung von bis zu 4.180 Euro durch die Pflegekasse erhalten.
4. Mehrere Angebote von Fachbetrieben einholen – In nur 2 Minuten kostenlos!
Bevor Sie den Treppenlift einbauen lassen, sollten Sie verschiedene Angebote von Fachbetrieben einholen. Die Preise können stark variieren, daher lohnt es sich, die Anbieter zu vergleichen. Über das nachfolgende Anfrageformular können Sie in nur 2 Minuten kostenlos bis zu 3 Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Nähe erhalten. So sparen Sie Zeit und Geld und finden die beste Lösung für Ihre Bedürfnisse.
5. Treppenlift einbauen lassen
Nachdem Sie den Fachbetrieb ausgewählt haben und alle finanziellen Fragen geklärt sind, kann der Einbau des Treppenlifts beginnen.
Häufige Fragen zum Treppenlift im Mietshaus (FAQ)
Ja, die Zustimmung des Vermieters ist zwingend erforderlich. Ein Treppenlift stellt eine bauliche Veränderung dar, die das Gebäude beeinflusst. Ohne schriftliche Zustimmung des Vermieters können rechtliche Konsequenzen wie Rückbauforderungen oder sogar eine Kündigung drohen.
Laut § 554a BGB haben Mieter das Recht, ihre Wohnung barrierefrei zu gestalten, wenn dies notwendig ist, um eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen. Ein Treppenlift fällt unter diese Regelung, sofern er aufgrund einer eingeschränkter Mobilität benötigt wird.
Wenn der Vermieter den Antrag ablehnt, können Sie in bestimmten Fällen rechtliche Schritte einleiten. Gerichte haben in der Vergangenheit häufig zugunsten von Mietern entschieden, wenn der Einbau eines Treppenlifts medizinisch notwendig war.
Die Kosten für den Einbau des Treppenlifts müssen grundsätzlich vom Mieter getragen werden. Es gibt jedoch Möglichkeiten, Kosten zu sparen, zum Beispiel durch Fördermittel der Pflegekasse. Manche Vermieter beteiligen sich auch an den Kosten, da der Wert der Immobilie steigt.
Ja, der Vermieter kann den Einbau eines Treppenlifts in bestimmten Fällen ablehnen, z.B. wenn der Einbau zu einer zu starken Beeinträchtigung des Gebäudes führt.
Bei der Antragstellung sollten Sie klar und detailliert auf die Notwendigkeit des Treppenlifts eingehen. Verwenden Sie dafür am besten unseren Musterbrief.
Bildquellen:
- Glückliches Ehepaar am Laptop – Quelle: Pexels
- Vorteile für Vermieter beim Einbau eines Treppenlifts – © Altersgerecht Modernisieren
- Anleitung zum Einbau eines Treppenlifts im Mietshaus – © Altersgerecht Modernisieren
Mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Gebäudesanierung bin ich Ihr Ansprechpartner für altersgerechte Umbauten. Meine persönliche Mission entstand aus dem Wunsch, anderen dabei zu helfen, ihre hohe Lebensqualität auch im Alter beizubehalten.